Unsichtbar oder reale Ironie? Draußen fegte kalter Wind, die Straßenlaternen spielten zeitweise mit ihrem Schatten ,,Fang mich doch‘‘ und viele Menschen kamen aus jeder Richtung hastig angelaufen. Im Foyer zeigten sich zufrieden lachende Gesichter, die vorab bereits für den einen oder anderen Spaß zu haben waren. Zunehmend mit guter Laune füllte sich die Cottbuser Stadthalle am Freitagabend, den 17.10.2014 und ganz gleich ob Jung oder Alt, der Anziehungsmagnet Olaf Schubert reduzierte nicht die elektrische Spannung der Transparenz, sondern bot ein breit gefächertes Programm für Lachmuskel A bis Z.
Natürlicher Charme und gnadenloser Witz schwebten einst über uns. Himmlisch rhythmische Jazz-Töne hielten die Neugier auf frei purzelnde Comedy weiter aufrecht und mit frischer Heiterkeit erfolgte die Anmoderation in wenigen Worten von Herrn Stephan und Gitarrist Jochen Barkas streichelte die Saiten seiner Gitarre nebenan schwungvoll elegant. Er ist wieder da – die Sehnsucht nach Gekicher konnte gestillt werden. Schuberts eigensinnige Umgangssprache und seine durchgeknallt piepsige Stimme brachten das zahlreich erschienene Publikum in amüsanter Hochform. Mit ernsthafter Ironie griff er Problemthemen auf, dessen Spur er zielstrebig und auch humorvoll verfolgte. Im Einklang mit seiner unverwechselbaren Natürlichkeit und der unzüchtigen Bühnenpräsenz ratterten die Gedankenschübe von einem Kopf zum Nächsten und wurden mit Anekdoten wohlwollend gefüttert. Die Besucher verstanden seine ironische Kompetenz beflügelnd und lachten mit schmunzelnder Miene den gesamten Abend über. Paradiesische Gesangskünste schmückten die kesse Show im hohen Maße, denn die Songs wie unter anderem: ,,Der Apfel‘‘, ,,Ehrlichkeit‘‘, ,,Madeleine‘‘, ,,Let`s have a Party‘‘ und ,,Ich bin ein Pirat‘‘ waren nicht nur zum Feiern komisch, sondern auch mit versteckter Intelligenz gesegnet. Sein begeistertes Publikum vergötterte ihn. Seine Komik raste wie eine Dampflok durch den vollen Stadthallensaal – ein Ausbremsen wäre nie möglich gewesen, denn die beste Medizin möchte jeder unbekümmert genießen können. Die Erinnerungen an diesen einzigartig lachstrapazierenden gefühlten 100 Minuten werden lange wie wild gewordene Schmetterlinge im Herzen eingraviert bleiben. Mit beeindruckender Verbeugung bedankten sich Schubert und seine musikalischen Begleiter bei ihren euphorischen Zuschauern und fiebern den Tour-Start des kommenden Jahres heißblütig entgegen.
SO…und da Cottbus vor Reservevorrat nur so strotzt und einfach nicht genug vom Schubert kriegen kann, versprach er diese tolle Stadt in seinem Tour-Plan mit einzubinden. Lautstarke Jubelattacken hallten von Ohr zu Ohr. Der sympathisch verrückte Comedy-Gigant verabschiedete sich mit Glanz in seinen Augen von all seinen Begeisterten und der nächste Kracher wird nicht lange auf sich warten lassen. Bis dahin wünschen wir ihm und seinen Kollegen weiterhin viel Erfolg beim Lachmuskelkreisen – wir sehen uns wieder.










