Zu ungewöhnlich später Zeit wurde am Sonntag um 19:00 Uhr das bei vielen Volleyballfreunden der Region mit viel Spannung erwartete Regionalligaspiel zwischen Gastgeber KSC ASAHI Spremberg und dem Tabellendritten SV Energie Cottbus angepfiffen. Nach der deutlichen Niederlage im Vorjahr hatten sich die Cottbuser viel vorgenommen und gingen demenstprechend entschlossen zu Werke. Die Spremberger, die im bisherigen Saisonverlauf noch nicht allzu große Bäume ausgerissen haben, kamen auch hier nicht richtig in Schwung und gaben den Satz gegen keinesfalls glänzende Cottbuser mit 20:25 ab.
Das Spiel der Cottbuser wurde dadurch jedoch nicht sicherer. Mit unzähligen Fehlern im Spielaufbau machten sich die Gäste selbst das Leben schwer. Ohne größere Vorteile für beide Teams ging es in das Satzfinale, bei dem Cottbus nach zwei vergebenen Satzbällen mit 27:25 doch noch die Nase vorn hatte.
Sichtlich geschockt brachten die Spremberger anfangs des dritten Satzes kaum noch etwas zusammen. Bei einer 10:2-Führung für die Cottbuser rechnete keiner in der gut gefüllten Vattenfall-Arena von Heidemühl mehr mit einem Erfolg der Spremberger. Von den eigenen Fans getrieben holte der Gastgeber jedoch Punkt für Punkt auf und die sichtlich beeindruckten Cottbuser fanden kein Mittel mehr, um den Satz noch für sich zu entscheiden. Mit 21:25 verloren die Energie-Herren Satz 3 und 4 sang- und klanglos und damit war im fünften Satz wieder alles offen.
Am Anfang gaben die Cottbuser wieder den Ton an. Die Aufschlagserie von Zuspieler Mario Zimmer unterbrach bei 3:0 eine Auszeit des Gegners, der sich damit wieder in das Spiel brachte. Bei 7:8 im Hintertreffen aus Sicht der Cottbuser wurden letztmalig die Seiten gewechselt. Der SV Energie konnte sich noch eine 9:8-Führung erarbeiten, aber dann waren die von den eigenen zuschauern frenetisch vorangetriebenen Hausherren nicht mehr zu stoppen. Mit 11:15 ging der fünfte Satz und damit das Spiel an Spremberg.
Nur wenig Trost fand Trainer Takev in dem gewonnenen Punkt, der seit dieser Saison bei einer 2:3 Niederlage noch an den Unterlegenen verteilt wird.“Wir hatten es selbst in der Hand, ich kann mir einen solchen Einbruch nicht erklären!“.
Mit Abschluss der Hinrunde rangiert Cottbus weiter auf dem dritten Platz mit drei Punkten Vorsprung auf den immer besser in Fahrt kommenden CV Mitteldeutschland II. „Wir müssen uns deutlich steigern, wenn wir diesen gute Platzierung nicht verlieren wollen“, schaut der Trainer auf die kommenden Spiele gegen den VfK Südwest Berlin (9), den CV Mitteldeutschland II (4.) und die TSGL Schöneiche II (5.), die allesamt auswärts bestritten werden müssen.
SVE/red
Foto: Archivbild, Steffen Beyer




