Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz lädt am Donnerstag, dem 16. Juli 2026, um 17 Uhr zur vierten After-Work-Führung der diesjährigen PÜCKLER.LOUNGE in den Branitzer Park ein, wie die Stiftung mitteilt.
Kronenbeet mit dem Schnucke-S wiederhergestellt
Anlass der Führung ist das berühmte Kronenbeet mit dem sogenannten „Schnucke-S“, das im Frühjahr 2026 erfolgreich wiederhergestellt wurde. Karola Weber, Referentin für Gartendenkmalpflege, führt Interessierte durch den Pleasureground rings um das Schloss und blickt dabei hinter die Kulissen der denkmalpflegerischen Arbeit im Branitzer Park.
Nach Angaben der Stiftung erzählt sie von jüngst aufgefundenen Quellen, erklärt, wie man ein Monogramm auf Blumen plant, und beleuchtet die Bedeutung des Beetes für Branitz und das Fürstenpaar.
Eine Liebeserklärung des Fürsten an Fürstin Lucie
Hinter dem geschwungenen „S“ verbirgt sich eine Liebeserklärung: „Schnucke“ war der Kosename des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau für seine Ehefrau Lucie. Ihr zu Ehren ließ der Fürst direkt am Schloss ein besonders kunstvolles Beet anlegen, in dessen Zentrum ein mit Rosen beranktes „S“ die Blicke auf sich zog.
In diesem Jahr liegt der Fokus der Veranstaltungsreihe ohnehin auf Fürstin Lucie Pückler und weiteren Frauen aus dem „Frauenreich Branitz“ – passend zum laufenden Themenjahr, über das wir hier berichtet haben.
Tickets und Treffpunkt an der Schlosskasse
Die Führung im Branitzer Park beginnt um 17 Uhr, Treffpunkt ist die Schlosskasse. Die Teilnahme kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro für Studierende – jeweils inklusive eines Getränks. Online-Tickets gibt es unter www.ticket-pueckler-museum.de.
Die PÜCKLER.LOUNGE richtet sich nach Angaben der Stiftung insbesondere an junge und junggebliebene Kulturinteressierte, die nach Feierabend in entspannter Atmosphäre neue Perspektiven auf Geschichte und Kultur entdecken möchten. Mit einem Getränk in der Hand soll das Format dazu einladen, den Branitzer Park aus ungewohnter Sicht kennenzulernen.
Fürst Hermann von Pückler-Muskau (1785–1871) gestaltete den Branitzer Park ab 1846 als sein Alterswerk und machte ihn zu einem der bedeutendsten Landschaftsgärten Europas. Der Pleasureground, der bei der Führung im Mittelpunkt steht, ist der kunstvoll gestaltete Gartenbereich unmittelbar rund um das Schloss – hier verdichten sich Blumenschmuck, Gehölze und Sichtachsen zu einem intimen Gartenzimmer.
Das Kronenbeet mit dem Schnucke-S gehörte zu den auffälligsten Schmuckelementen dieser Anlage. Dass es in diesem Jahr wiederhergestellt wurde, passt zum Jubiläum: 2026 feiert die Stiftung den 250. Geburtstag von Fürstin Lucie mit einem eigenen Themenjahr.
Das Format hat sich in Branitz inzwischen etabliert: Bereits in den vergangenen Jahren führten die After-Work-Touren hinter die Kulissen der Parkpflege – 2024 etwa zu den Umweltschäden im Branitzer Park. In diesem Sommer ist die Führung zum Schnucke-S bereits die vierte Ausgabe der Reihe.
Der Branitzer Park selbst ist ganzjährig frei zugänglich. Wer vor der Führung etwas Zeit mitbringt, kann den Besuch also gut mit einem Spaziergang zu Schloss, Gutshof oder den berühmten Pyramiden im Parksee verbinden.
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Foto: SFPM
Red. / Presseinformation







