An der Medizinische Universität Lausitz Carl Thiem ist im Institut für Radiologie und Neuroradiologie ein neues Computertomografie-Gerät in Betrieb genommen worden. Wie die Universität mitteilte, ist dies ein erster Schritt im Rahmen der seit 2024 bestehenden, auf zehn Jahre angelegten Innovationspartnerschaft mit Siemens Healthineers, die auf die technische Modernisierung und organisatorische Optimierung der bildgebenden Diagnostik abzielt. Das neue CT ermöglicht sehr kurze Untersuchungszeiten, eine hohe Bildqualität sowie eine präzise Darstellung auch kleiner Strukturen und ist insbesondere für Notfälle geeignet. Nach Angaben der MUL – CT kann das Gerät in zahlreichen Fachbereichen eingesetzt werden, darunter Notfallmedizin, Onkologie und Gefäßdiagnostik, und ermöglicht jährlich rund 13.500 Untersuchungen. Die Partnerschaft umfasst neben der Bereitstellung und Wartung der Großgeräte auch Beratungsleistungen sowie perspektivisch den Einsatz digitaler und KI-gestützter Medizintechnik im Rahmen des Aufbaus einer Modellregion Gesundheit Lausitz.
Neues CT-Gerät in der Radiologie in Betrieb genommen
Im Institut für Radiologie und Neuroradiologie der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) ist kürzlich ein neues CT-Gerät in Betrieb gegangen. Wie die MUL – CT mitteilt, ist dies ein erster sichtbarer Schritt der seit 2024 bestehenden Innovationspartnerschaft mit Siemens Healthineers, die zunächst auf zehn Jahre angelegt ist. Ziel der Kooperation ist es, die gesamte bildgebende Diagnostik technisch zu modernisieren sowie organisatorisch zu optimieren.
Die Computertomografie ist nach Angaben der Universität ein zentrales Diagnoseverfahren in der Radiologie. Zu den Vorteilen des neuen CT zählen eine sehr kurze Untersuchungsdauer, die häufig nur wenige Sekunden beträgt, sowie die Eignung für Notfälle wie Schlaganfälle, Polytraumata oder innere Blutungen. Zudem ermöglicht das Gerät eine hohe Bildqualität, eine detaillierte Darstellung von Knochen, Organen, Gefäßen und Blutungen sowie eine hohe räumliche Auflösung auch bei kleineren Strukturen.

Technische Neuerungen unterstützen Diagnostik und Therapie
„Das neue CT mit seiner speziellen Laserführung erleichtert unsere OP-Planung und Therapieentscheidungen maßgeblich“, erklärt Prof. Dr. med. Gero Wieners, Chefarzt der Radiologie an der MUL – CT. Weiterhin ermögliche das Gerät bei hoher Untersuchungsgeschwindigkeit sehr gute Beurteilungen von Tumoren, Gefäßveränderungen oder Entzündungen. Die bessere Unterscheidung von Gewebe werde unter anderem durch die sogenannte iterative Rekonstruktion erreicht.
Bei der iterativen Rekonstruktion handelt es sich um einen modernen Algorithmus in der Computertomographie, der durch wiederholtes Vergleichen eines Bildschätzwertes mit gemessenen Daten die Bildqualität verbessert. Gleichzeitig kann dabei die Strahlendosis während der Untersuchung signifikant gesenkt werden. Zusätzlich sind laut MUL – CT durch eine spezielle Software jederzeit Nachberechnungen für die kardiale Bildgebung möglich.
Breites Einsatzspektrum und Hintergrund der Partnerschaft
Das neue CT kommt laut Pressemitteilung in zahlreichen medizinischen Bereichen zum Einsatz. Dazu zählen die Notfallmedizin, Traumatologie, Orthopädie, Onkologie mit Tumordiagnostik und Verlaufskontrollen, die Unfallchirurgie, die Innere Medizin sowie die Gefäßdiagnostik. Auch Schmerztherapien, die Gewinnung von Gewebeproben, minimalinvasive Tumortherapien wie Leber- oder Nierenablationen sowie die gezielte Suche nach Infarkten sind mögliche Anwendungen. Pro Jahr können mit dem CT-Gerät rund 13.500 Untersuchungen durchgeführt werden.
Hintergrund ist die Anfang 2024 abgeschlossene zehnjährige Innovationspartnerschaft zwischen dem damaligen Carl-Thiem-Klinikum und Siemens Healthineers. Diese sogenannte Value Partnership umfasst die Beschaffung, das Gerätemanagement und die Wartung der medizintechnischen Großgeräte für die Bildgebung sowie Beratungsleistungen zur Verbesserung von Strukturen und Prozessen. Ende 2024 folgte eine Absichtserklärung zwischen dem Land Brandenburg und Siemens Healthineers zum Aufbau der Modellregion Gesundheit Lausitz mit Fokus auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.
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