Polarlichter haben in der vergangenen Nacht den Himmel über Südbrandenburg erleuchtet und in der Region für große Aufmerksamkeit gesorgt. Ausgelöst durch einen starken Sonnensturm waren ungewöhnlich intensive Himmelsfarben zu sehen, die teils sogar mit bloßem Auge wahrgenommen werden konnten. Zahlreiche Menschen hielten das seltene Naturschauspiel fotografisch fest. Im NL-Videotalk erklärte der Leiter des Cottbuser Planetariums, wie es zu dem Naturschauspiel kam, und gab zugleich einen Ausblick darauf, ob in den kommenden Tagen erneut Polarlichter am Himmel zu sehen sein könnten. Mehr dazu im Video ->> Hier klicken
Warum Polarlichter auch über der Lausitz zu sehen waren
Im NL-Videotalk mit Niederlausitz aktuell erklärte Patrick Smialowski, Leiter des Planetarium Cottbus, dass die beobachteten Polarlichter auf einen starken geomagnetischen Sturm zurückzuführen seien. Dabei treffen geladene Teilchen aus dem Sonnenwind auf das Magnetfeld der Erde und gelangen entlang der Magnetfeldlinien in die obere Atmosphäre. Dort regen sie Sauerstoff- und Stickstoffatome zum Leuchten an, wodurch die typischen grünen, roten oder violetten Farberscheinungen entstehen.
Normalerweise sind Polarlichter vor allem in hohen nördlichen Breiten sichtbar. Bei besonders intensiver Sonnenaktivität könne sich das Phänomen jedoch deutlich weiter nach Süden ausdehnen, so Smialowski. Dann seien Sichtungen auch in Mitteleuropa möglich, wie es nun über Südbrandenburg der Fall gewesen war. Die aktuellen Aufnahmen aus der Lausitz zeigten nach Einschätzung des Planetariumsleiters eine ungewöhnliche Intensität und Farbvielfalt.
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Ob es in den kommenden Nächten erneut zu vergleichbaren Erscheinungen kommt, hängt laut Smialowski von der weiteren Entwicklung der Sonnenaktivität ab. Die Sonne befinde sich derzeit in einer Phase erhöhter Aktivität mit vermehrten Sonnenflecken und koronalen Massenauswürfen. Solche Phasen erhöhten grundsätzlich die Wahrscheinlichkeit für geomagnetische Stürme und damit auch für Polarlichter in niedrigeren Breiten.
Gleichzeitig betonte der Experte, dass eine erneute Sichtbarkeit nicht vorhergesagt werden könne. Entscheidend seien unter anderem Stärke und Ausrichtung weiterer Teilchenausbrüche sowie lokale Bedingungen wie Wolkenbedeckung und Lichtverschmutzung. Für Beobachtungen eigneten sich vor allem dunkle Standorte außerhalb geschlossener Ortschaften und ein freier Blick Richtung Norden.
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Red.





















































































































































