Die Teuerung lässt leicht nach: Die Verbraucherpreise in Brandenburg stiegen im Juni 2026 um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt. Im Mai hatte die Rate noch bei 2,8 Prozent gelegen.
Inflation schwächt sich zum Vormonat ab
Damit hat sich der Preisauftrieb im Land binnen eines Monats spürbar abgeschwächt. Auch in Berlin ging die Teuerungsrate zurück: Dort stiegen die Verbraucherpreise im Juni um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach ebenfalls 2,8 Prozent im Mai.
Der Verbraucherpreisindex misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke kaufen – von Lebensmitteln über Energie bis zu Mieten und Dienstleistungen. Er gilt damit als zentrales Maß für die Inflation und beeinflusst unter anderem Lohnverhandlungen und Sozialleistungen.
Detaildaten beim Statistikamt abrufbar
Welche Warengruppen die Verbraucherpreise in Brandenburg zuletzt besonders getrieben oder gebremst haben, weist der ausführliche statistische Bericht aus. Er ist auf der Website des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg unter www.statistik-berlin-brandenburg.de abrufbar.
Grundlage der Berechnung ist ein repräsentativer Warenkorb, dessen Preise monatlich erhoben werden. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bleibt die Teuerung dennoch spürbar: Auch eine sinkende Inflationsrate bedeutet nur, dass die Preise langsamer steigen – nicht, dass sie fallen. Ob sich die Entspannung fortsetzt, zeigen die kommenden Monatswerte.
Interessant ist der Blick auf die längerfristige Entwicklung: Nach den Hochinflationsjahren mit zeitweise zweistelligen Raten hat sich die Teuerung inzwischen deutlich beruhigt, liegt aber weiter über der Zwei-Prozent-Marke, die die Europäische Zentralbank als Zielwert für die Preisstabilität ansetzt. Für Sparerinnen und Sparer bleibt damit entscheidend, ob die Verzinsung ihrer Anlagen mit der Teuerung Schritt hält – andernfalls verliert das Ersparte real an Wert.
Das Amt für Statistik veröffentlicht die Verbraucherpreisindizes für Berlin und Brandenburg monatlich; die nächste Ausgabe mit den Juli-Werten folgt Anfang August.
Bundesweite Vergleichswerte veröffentlicht das Statistische Bundesamt parallel; regionale Unterschiede zwischen den Ländern sind dabei üblich und spiegeln vor allem unterschiedliche Wohn- und Energiekosten wider.
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Symbolfoto: jhenning/Pixabay
Red. / Presseinformation





