Schlaglöcher treten auf Bundes- und Landesstraßen in Brandenburg vor allem in den Wintermonaten verstärkt auf. Grund dafür sind anhaltende Frostperioden mit wiederholten Frost-Tau-Wechseln, die den Fahrbahnen zusetzen. Der Landesbetrieb Straßenwesen arbeitet nach eigenen Angaben derzeit intensiv an der Beseitigung der Schäden.
Winterliche Witterung begünstigt Straßenschäden
Wie der Landesbetrieb Straßenwesen mitteilt, führen die bislang vorherrschenden frostigen Tage und Nächte mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu einem erhöhten Auftreten von Schlaglöchern. Besonders betroffen sind ältere Straßen, die nicht grundhaft saniert wurden. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes lagen die Temperaturen in den vergangenen Wochen tagsüber häufig um null Grad Celsius, während nachts teils deutlich unter null Grad gemessen wurden. Auch für die kommende Woche werden weiterhin winterliche Bedingungen mit Frost erwartet.
Diese anhaltenden Wetterverhältnisse mit mehrfachen Frost-Tau-Wechseln begünstigen laut Landesbetrieb maßgeblich die Entstehung von Schlaglöchern. In vorhandene Risse und Fugen der Asphaltdecke dringt Feuchtigkeit ein, die sich beim Gefrieren ausdehnt und den Asphalt von innen aufsprengt. Wiederholte Wechsel zwischen Frost und Tau verstärken diesen Prozess zusätzlich.
Kontrollen durch Straßenmeistereien im ganzen Land
Die 33 Straßenmeistereien des Landesbetriebs Straßenwesen kontrollieren die Bundes- und Landesstraßen in Brandenburg nach eigenen Angaben mindestens einmal pro Woche. Je nach Wetterlage, Verkehrsbelastung und bekannten Schadstellen werden zusätzliche Kontrollfahrten durchgeführt. Festgestellte Schäden werden dokumentiert und fachlich bewertet.
Für die Priorisierung der Reparaturen sind mehrere Faktoren entscheidend. Dazu zählen die Verkehrssicherheit, das Verkehrsaufkommen, die Lage der Schadstelle sowie die aktuelle Einsatz- und Personalsituation. Ziel ist es, akute Gefahrenstellen möglichst schnell zu entschärfen und die Verkehrssicherheit aufrechtzuerhalten.
Unterschiedliche Reparaturverfahren im Einsatz
Zur Beseitigung von Schlaglöchern kommen je nach Schadenslage unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Kleinere Schäden werden im Winter häufig mit Kaltmischgut oder Reparaturasphalt geschlossen. Diese provisorischen Maßnahmen sind auch bei niedrigen Temperaturen möglich und dienen der kurzfristigen Gefahrenabwehr. Ist eine sofortige Reparatur nicht möglich, werden bei Bedarf Gefahrenzeichen aufgestellt, um Verkehrsteilnehmende auf Fahrbahnschäden hinzuweisen.
Größere Schäden oder Schadstellen in sensiblen Bereichen werden mit Heiß- oder Gussasphalt instandgesetzt. Diese Arbeiten sind witterungsabhängig und können in der Regel erst bei geeigneten Temperaturen durchgeführt werden. Teilweise werden dafür spezialisierte Fachfirmen eingesetzt. Deren Einsatz beginnt nach Angaben des Landesbetriebs meist erst im März, da auch die Asphaltmischwerke ihren regulären Betrieb je nach Witterung häufig erst im Frühjahr aufnehmen.
Weiterhin neue Schäden möglich
Solange die winterliche Witterung anhält, ist weiterhin mit neuen Schlaglöchern zu rechnen. Frost, Feuchtigkeit und Verkehr wirken gleichzeitig auf die Fahrbahnen ein. Die Straßenmeistereien richten ihre Einsatzplanung entsprechend aus, um Gefahrenstellen zu sichern und die Befahrbarkeit der Straßen aufrechtzuerhalten.
Der Landesbetrieb Straßenwesen bittet um Verständnis, dass Schäden nicht überall gleichzeitig behoben werden können. Hinweise zu Straßenschäden werden geprüft und in die laufende Priorisierung der Instandsetzungsarbeiten einbezogen.
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Red. / Presseinformation





