Bei dem seit Tagen andauernden Stromausfall in Berlin sind derzeit auch Hilfskräfte und Technik aus Südbrandenburg und der Lausitz zur Unterstützung im Einsatz. Teams von MITNETZ Strom und des THW aus Cottbus, Falkenberg, Herzberg und Lübben stellen dafür Notstromtechnik bereit oder befinden sich in erhöhter Einsatzbereitschaft. Nach Angaben von MITNETZ STROM wurden in diesem Zusammenhang vier Netzersatzanlagen nach Berlin gebracht.
Regionale Einsatzkräfte unterstützen nach Stromausfall in Berlin
Nach Angaben von MITNETZ STROM verfügen die vier nach Berlin gebrachten Netzersatzanlagen über eine Gesamtleistung von 1.775 Kilovoltampere. Drei Anlagen leisten jeweils 500 kVA, eine weitere 275 kVA. Zwei der Anlagen wurden von Teams aus Cottbus nach Berlin transportiert, jeweils eine weitere durch Einsatzkräfte aus Falkenberg (Elster) und Grimma. Mit dieser Leistung können in der Summe rund 1.000 Haushalte versorgt werden. Zum Einsatz kommen sowohl auf Lastkraftwagen montierte Aggregate als auch Anlagen auf Anhängern. Anschluss und Betrieb der Anlagen erfolgen durch die Mitarbeitenden von Stromnetz Berlin.

Neben dem Einsatz der Energieinfrastruktur sind auch regionale Einheiten des Technischen Hilfswerks eingebunden. Der THW Ortsverband Lübben teilte auf Facebook mit, dass seine Fachgruppe Notversorgung/Notinstandsetzung in erhöhte Einsatzbereitschaft versetzt wurde. Das THW unterstützt vor Ort unter anderem mit Stromerzeugern zur Absicherung sensibler Einrichtungen wie Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Die Einheit aus Lübben rückt aus, sobald zusätzliche Technik oder personelle Ablösung erforderlich wird. Auch der THW Ortsverband Herzberg ist Teil der laufenden Maßnahmen. Nach Angaben des Ortsverbandes über Facebook übernehmen die eingesetzten Kräfte unter anderem Führungsunterstützung, die Betreuung von Notrufannahmestellen, Aufgaben der Notversorgung, die Sicherstellung der Treibstoffversorgung sowie den Betrieb und die Betreuung von Notstromaggregaten. Die zuständigen Stellen in Berlin rechnen damit, dass die reguläre Stromversorgung bis Donnerstag wiederhergestellt werden kann.
Nach dem Anschlag mutmaßlicher Linksextremisten auf die Stromversorgung am vergangenen Wochenende in Berlin hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Ermittelt werde unter anderem wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe. Zu dem Anschlag auf eine Kabelbrücke im Berliner Südwesten hatte sich die linksextremistische Vulkan-Gruppe bekannt.
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Red.
Bilder: MITNETZ STROM







