Nachbarn Samstag, 28 September 2019 von Redaktion

Wartungsarbeiten im Block N des Kraftwerks Boxberg

Wartungsarbeiten im Block N des Kraftwerks Boxberg

An dem 500-MW-Block N im Werk III des Kraftwerkes Boxberg laufen seit dem 3. August 2019 die Arbeiten für eine Revision. Mehr als 800 Mitarbeiter von 60 zumeist regionalen Servicefirmen sind für die etwa dreimonatige Revision im Einsatz. „Sicherheit und ein zuverlässiger Betrieb haben für uns oberste Priorität. Mit der Revision am Block N werden wir den aktuellen Stand im Bereich der Sicherheit, Umweltverträglichkeit, Effizienz und Verfügbarkeit weiter erhalten und optimieren. Dafür haben wir ein Budget von rund 25 Millionen Euro bereitgestellt“, unterstreicht Carsten Marschner, Leiter des Kraftwerks, die Wichtigkeit der Revision. „Bis Mitte Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen und der Block stabil am Netz sein“, so Marschner weiter. Block N war Ende der 1970er Jahre ans Netz gegangen und zu Beginn der 1990er Jahre mit moderner Umwelttechnik umfangreich nachgerüstet worden.

Die Liste der anstehenden Arbeiten für die Firmen ist lang. Die gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen an den Dampferzeugern, den Druckbehältern und elektrischen Anlagen sowie umfangreiche Reinigungs- und Inspektionsprogramme bilden die Grundlage der Revision. Schwerpunkt und besonderes Augenmerk der Revision liegt auf den Revisionsarbeiten an der Turbine, den Dampferzeugern und am Generator. Der Hochdruck- und die Niederdruck-Läufer der Turbine wurden durch die Firma General Electric (GE) in der Werkstatt Berlin überholt. Die Revision des Generators hat die Lübbenauer Firma EMIS Electrics GmbH übernommen. „Durch das gemeinsame Wirken von LEAG und der Servicefirma konnten die Arbeiten an den Generatorenteilen, welche auch zeitbestimmend für diese Revision sind, qualitäts- und termingerecht realisiert werden“, erklärt Michael Tschernig, Revisionsleiter im Kraftwerk Boxberg.

An den beiden Maschinenkondensatoren der Niederdruckturbinen wurden alle Rohre des Wärmetauschersystems gewechselt. „Dazu mussten 34.400 Rohre, bestehend aus einer Kupferlegierung, aus den Behältern gezogen und die gleiche Anzahl neuer Rohre wieder eingebaut werden. Hintereinander gelegt ergibt das eine Gesamtlänge von 310 Kilometern, was der Bahnstrecke Görlitz – Regensburg entspricht“, verdeutlicht Michael Tschernig die Ausmaße.

pm/red

Foto: LEAG

Das könnte Sie auch interessieren