Nachbarn Montag, 05 September 2011 von Margit Jahn

Ich bin froh nicht normal zu sein - 18. Folklorum auf der Kulturinsel in Einsiedel

 Ich bin froh nicht normal zu sein - 18. Folklorum auf der Kulturinsel in Einsiedel

Dieser äußerst passende Spruch begleitete tausende von Besuchern an diesem Wochenende auf ihrem Eintrittsarmbändchen. Sie waren der Einladung zum 18. Folklorum nach Einsiedel, nahe Görlitz an der deutsch-polnischen Grenze, gefolgt.
Und wieder einmal hatte jemand nach ganz „Oben“ einen heißen Draht, der just zu diesem fröhlichen Familienspektakel sommerliche Temperaturen schickte. So sommerlich, dass ein Platz für die eiskalten Duschen auf dem Campingplatz hart erkämpft werden musste. Aber natürlich mit Ausdauer und bester Laune.
Doch zurück zum Geschehen.
Der Abenteuerspielplatz der zu normalen Zeiten - aber Stopp - normal ist er ja nie - schon ein Anziehungsmagnet für Groß und Klein ist, präsentierte ein Programm querbeet für alle Generationen. Wie in ein Märchenland taucht man an der Trollforte ein, und nichts ist mehr wie es war…
Im musikalischen und künstlerischen Mittelpunkt standen in diesem Jahr die europäischen Inseln und Japan. 80 Bands auf 13 Bühnen sorgten ab Freitagabend für Stimmung und unter all den unterschiedlichen Musikstilen hat mit Sicherheit jeder etwas für sein Herz oder Tanzbein gefunden.
Die Händler boten allerlei bunte Waren feil und Sommerbekleidung war der Renner. So einige Gäste waren auf solch einen Hitzeschub nun doch nicht vorbereitet.
Altes Handwerk konnte nicht nur betrachtet werden, nein, man konnte selbst töpfern, sich im Holschnitzen erproben oder Schmuck aus Kokosnüssen herstellen, Kerzen ziehen und vieles andere mehr…
Eben ein Mitmachprogramm für Groß und Klein.
Auf der polnischen Seite wurde ein Mittelalterlager aufgebaut und gar einige der kühnen Recken kühlten ihre kräftigen Muskeln mit einem erfrischenden Bad in der Neiße. Auch für zahlreiche Kinder und Erwachsenen bot die Neiße eine Abkühlung bei den über 30 Grad herrschenden Temperaturen.
Über die Neiße führte erstmalig eine gar abenteuerliche kleine, enge Holzbrücke, die man nur einseitig betreten konnte - dies war schon für einige der Gäste eine kleine Mutprobe.
Besonders lustig gestaltet war der Weg vom Folklorumgelände bis zu den Neißewiesen. Hier säumten viele lustig verkleidete Holzgesellen den Weg…eine nette polnische Idee…
Ein grenzübergreifender und kostenfreier Workshop „Slawen und Germanen - via Regia und die Besiedelung der Zentrallausitz“ in der Epoche um 1500 wurde für 2 Tage angeboten.
Alles hier aufzuzählen würde jetzt den Rahmen sprengen. Es gab noch so viele wunderbare kulturelle Höhepunkte; aber auch in 2 Tagen kann man nicht alles anschauen.
Verbleibt noch den Veranstaltern zu ihrem wirklich liebevoll und gut organisierten Fest zu gratulieren - schön dass es ein Land in unserem Land gibt das eben „ANDERS“ ist …

Die große Bühne mit der Band Maramme

Tokugawa- Japanische Kampfkünste

Ignis-die polnischen Feuerkünstler mit einer wunderbaren Performance

Bildergalerie

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