Plessa Dienstag, 02 Juni 2020 von Redaktion / Presseinfo

Weiterhin rund 100 Kräfte beim Waldbrand bei Plessa im Einsatz

Weiterhin rund 100 Kräfte beim Waldbrand bei Plessa im Einsatz

Weiterhin sind rund 100 Feuerwehr- und Hilfskräfte beim Waldbrand im Moorgebiet "Der Loben" bei Plessa im Einsatz, um die Brandstellen unter Kontrolle zu halten. Das teilte der Landkreis Elbe-Elster am Nachmittag mit. Demzufolge ist ein Ende des Brandes immer noch nicht absehbar. Der Löschhubrauber ist mittlerweile nicht mehr im Einsatz, bleibt aber in Alarmbereitschaft. Mithilfe von sogenannten Kreisregnern soll ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Waldgebiete verhindert werden. Auch Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes sind vor Ort, um Brandschutzstreifen auf Munitionsreste zu kontrollieren. So musste der KMBD gestern russische Weltgrkiegsgranaten entschärfen. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Umwelt-und Forstminister Axel Vogel besuchten heute den Einsatzort und dankten den Kräften für ihren unermüdlichen Einsatz. Seit Freitagvormittag hält der Brand die Einsatzkräfte in Atem. Landesweit ist es bisher der größte Waldbrandeinsatz in diesem Jahr. Feuerwehr- und Hilfskräfte aus ganz Brandenburg unterstützen seit Einsatzbeginn. Aktuell gilt im Elbe-Elster-Kreis die höchste Waldbrandgefahrenstufe fünf.

Der Landkreis Elbe-Elster teilte dazu mit:

Die Löscharbeiten im Waldgebiet des Loben-Moores in der Nähe von Plessa im Landkreis Elbe-Elster dauern auch fünf Tage nach der ersten Feuermeldung weiter an. Zwar ist der Brand nach Einschätzung der Einsatzleitung vor Ort unter Kontrolle. „Aber es besteht zum jetzigen Zeitpunkt die reale Gefahr, dass das Feuer in dem Moorgebiet wieder angefacht wird, zum Beispiel auch durch Munitionsreste, die in dem Wald vorhanden sind“, sagte der persönliche Referent des Landrates, Marten Frontzek, der wie der Landrat ständig Kontakt mit den Führungskräften vor Ort hält. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski hatte sich dort in den vergangenen Tagen mehrfach ein Bild von der Lage verschafft und mit Einsatzkräften gesprochen. Heute (2. Juni) informierte er sich zusammen mit Umwelt- und Forstminister Axel Vogel und dem Leiter der Oberförsterei Hohenleipisch, Uwe Lewandowski, über die Löscharbeiten und Schäden in dem Waldgebiet bei Plessa. Dieses umfasst eine rund 100 Hektar große Fläche inmitten eines Moorgebietes, das von Kiefernbeständen umgeben ist.

Die Feuerwehren sind dort derzeit noch mit rund 100 Einsatzkräften damit beschäftigt, die Fläche zu kontrollieren, um bei einem Wiederausbruch des Feuers schnell reagieren zu können. Dazu werden auch die Kreisregner neu positioniert. Insgesamt konzentriert sich das Einsatzgeschehen im Wesentlichen auf den Boden. Ein Löschhubschrauber ist nicht mehr im Einsatz, kann aber bei Bedarf angefordert werden. Die Landespolizei liefert mit ihrem Hubschrauber Bilder einer Wärmebildkamera, die Gefahrenstellen im Moor ausfindig macht, so dass schnell reagiert werden kann. Aktuell werden sogenannte Brandschutzstreifen errichtet, um ein Überspringen der Flammen auf Munitionsgebiete im Moor zu verhindern. Erst gestern musste der Kampfmittelbeseitigungsdienst Altmunition, in diesem Fall russische Wurfgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg, entschärfen. Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Minister Axel Vogel nutzten bei ihrem Vor-Ort-Besuch heute die Gelegenheit, um sich gemeinsam bei den vielen Einsatzkräften aus ganz Brandenburg zu bedanken. „Die Freiwilligen Feuerwehren aus mehreren Landkreisen, der Landesbetrieb Forst, das Technische Hilfswerk, weitere Hilfsorganisationen und die Bundes- und Landespolizei sowie die Leitstelle Cottbus haben mit ihrem unermüdlichen Einsatz dazu beigetragen, dass das Feuer sich nicht noch weiter ausbreiten konnte.“

Der Brand im Waldgebiet des Loben-Moores in der Nähe von Plessa im Landkreis Elbe-Elster ist das erste Großschadensereignis im Jahre 2020. Am 29. Mai wurden durch die Brandmeldesensoren Feuer im Wald- und Moorgebiet erkannt und an die Waldbrandzentrale Süd in Wünsdorf gemeldet. Nur kurze Zeit später waren Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr vor Ort. In Spitzenzeiten waren rund um die Löscharbeiten rund 200 Einsatzkräfte am Brandgeschehen versammelt. Innerhalb weniger Stunden breitete sich das Feuer auf über 10 Hektar, weitergehend auf rund 30 Hektar aus. Trotz schneller Reaktion und Beginn der Löscharbeiten konnte ein Ausbreiten auf fast 100 Hektar nicht verhindert werden. Große Aufmerksamkeit erfordern nach wie vor die unterirdischen Brandherde im Moorgebiet. Deshalb ist ein Ende des Brandgeschehens zum gegenwärtigen Zeitpunkt immer noch nicht abzusehen.

Red/Presseinfo

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