Landkreis
Elbe Elster Freitag, 04 Dezember 2020 von Redaktion / Presseinfo

ÖPNV in Elbe-Elster reagiert auf Corona-Entwicklungen

ÖPNV in Elbe-Elster reagiert auf Corona-Entwicklungen

Der Öffentliche Personennahverkehr im Landkreis Elbe-Elster hat sein Fahrplanangebot erweitert. Damit reagiert der Landkreis auf die aktuellen Corona-Entwicklungen und kann so eine bessere Verteilung der Fahrgastzahlen garantieren. Demzufolge wurden seit August 2020 zusätzliche Linienfahrten angeboten. Außerdem wurden verstärkt Busse für Schülerinnen und Schüler eingerichtet. 

Das Verkehrs-Management Elbe-Elster teilte dazu mit: 

Seit dem Fahrplanwechsel im August 2020 ist an mehreren Stellen das Fahrplanangebot montags bis freitags erweitert, um eine bessere Verteilung der Fahrgastzahlen zu erreichen. Unter anderem verkehrt die Buslinie 560 seit August Montag – Freitag zwischen 5 und 20 Uhr als PlusBus verdichtet im 1-Stundentakt. Zwischen den Städten Doberlug-Kirchhain und Herzberg ergänzen sich die Buslinien 544 und 550 tagsüber zu einem ungefähr stündlichen Fahrplanangebot. Zwischen Finsterwalde und Luckau wurde tagsüber ein durchgehender 2-Stundentakt eingeführt. Dadurch können Fahrgäste sich auf ein vergrößertes Verkehrsangebot besser verteilen.

Zusätzliche Verstärkerfahrten in Nachfragspitzen

Auf Abschnitten mit sehr großer Nachfrage bei der Beförderung von Schülern enthält das Verkehrsangebot ebenfalls seit Beginn des aktuellen Fahrplans im August 2020 Verdichterfahrten, unter anderem zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda, Gröden und Elsterwerda, Elsterwerda und Staupitz, Falkenberg/Elster und Herzberg (Elster), Doberlug-Kirchhain und Finsterwalde sowie Sallgast und Finsterwalde. Auf diesen Abschnitten kommen auch verstärkt Busse mit vergrößerter Fahrgastkapazität zum Einsatz. Ein gesamter Fahrzeugumlauf im Raum Doberlug-Kirchhain, Finsterwalde, Sonnewalde, der in der Fahrplanperiode 2019/2020 noch mit einem Kleinbus angeboten wurde, wurde ab August 2020 pandemiebedingt auf einen Standardlinienbus umgestellt.

Anpassung des Fahrzeugeinsatzes bei Nachfrageschwankungen

Auf der Basis von aktuell durchgeführten Verkehrszählungen wurden in den ersten Wochen nach Fahrplanwechsel mehrere Anpassungen beim Fahrzeugeinsatz vorgenommen. An einzelnen Tagen mit besonders hoher Nachfrage gibt es nachmittags einen Verstärkerbus zwischen Elsterwerda und Bad Liebenwerda. Zwischen Sonnewalde und Finsterwalde wird seit dem 20. August morgens eine zusätzliche Fahrt angeboten. Auf verschiedenen Fahrten im Raum Finsterwalde werden größere Busse eingesetzt, als ursprünglich geplant, um auf Nachfrageschwankungen zu reagieren.

Pflicht zum Tragen der Mund- und Nasenbedeckung im ÖPNV

Im Öffentlichen Personennahverkehr ist das Abstandsgebot von mindestens 1,5 m nicht überall durchgängig einhaltbar. Aktuell gilt das für rund 50 % der Linienfahrten im Landkreis Elbe-Elster. Aus diesem Grund gilt in den Fahrzeugen des ÖPNV sowie bereits an Bushaltestellen die Pflicht zum Tragen einer Mund- und Nasenbeckung.

Im Rahmen der landesweiten Aktionstage im November erfolgten auch im Landkreis Elbe-Elster verstärkte Kontrollen seitens der Mitarbeiter des Ordnungsamtes Elbe-Elster sowie der Polizei zur Einhaltung dieser Pflicht. Landes- und Bundespolizei und Verkehrsunternehmen ziehen für den November eine positive Bilanz. Es hat sich gezeigt, dass die Akzeptanz der Mund- und Nasenbedeckung in den letzten Monaten kontinuierlich gesteigert werden konnte und Uneinsichtige kaum mehr vorhanden sind. Die beteiligten Polizeidirektionen trafen bei ihren Kontrollen überwiegend auf Fahrgäste, die sich vorbildlich an das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes hielten. Nur wenige mussten auf die korrekte Trageweise hingewiesen werden. Die Kontrollen wurden von den allermeisten ÖPNV-NutzerInnen ausdrücklich befürwortet und unterstützt.

Studien und Experten: Kein erhöhtes Infektionsrisiko im ÖPNV

Gleich mehrere Studien belegen, dass Busse und Bahnen auch in Pandemiezeiten sicherer sind, als viele Menschen annehmen. Untersuchungen der TU Berlin und des Fahrzeugherstellers Daimler Buses bestätigen, dass die Ansteckungsgefahr in Linienbussen sehr gering ist. Auch RKI-Präsident Lothar Wieler erklärte anlässlich einer Pressekonferenz am 22. Oktober, dass der öffentliche Verkehr als Infektionsumfeld „keine so große Rolle“ spiele. Eine Übersicht dieser Studien gibt der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) auf der eigens zur Coronapandemie eingerichteten Internetseite www.besserweiter.de. Die VerkehrsManagement Elbe-Elster GmbH ist Mitglied im VDV.

Red. / Presseinfo 

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