Elbe Elster Donnerstag, 24 September 2020 von Redaktion

Sebastian Minge seit Juni Geschäftsführer im Jobcenter Elbe-Elster

Sebastian Minge seit Juni Geschäftsführer im Jobcenter Elbe-Elster

Sebastian Minge hat im Juni die Geschäftsführung des Jobcenters Elbe-Elster übernommen. Vorgängerin Anja Miersch ist in das Amt für Jugend, Familie und Bildung der Kreisverwaltung gewechselt und seit wenigen Wochen deren Leiterin. Die Trägerversammlung, sie setzt sich aus Vertretern des Landkreises und der Agentur für Arbeit zusammen, hat den gebürtigen Berliner in die neue Position berufen. Coronabedingt absolvierte er am vergangenen Dienstag seinen Antrittsbesuch bei Landrat Christian Heinrich-Jaschinski in Herzberg. 

Aus der Projektarbeit zum Jobcenter

Sebastian Minge (39 Jahre) begann seinen beruflichen Werdegang in der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Jahr 2000 in Frankfurt (Oder). Seitdem war er in verschiedenen Arbeitsgebieten auf Fach- und Führungsebene innerhalb der BA sowie in Jobcentern tätig. Zuletzt übte er seit dem Jahr 2016 die Tätigkeit des Projektleiters in der Internen Beratung aus. Nach den vielen gewonnenen Eindrücken aus dieser Zeit und den zahlreichen Projekten in unterschiedlichsten Organisationen begann er im Juni, zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen des Jobcenters und den Partnern der Region Elbe-Elster, in die aktive Mitgestaltung überzugehen. Sebastian Minge lebt mit seiner Frau und seinem Sohn am Berliner Stadtrand. Er selbst sagte gegenüber dem Landrat, er wurde gut aufgenommen in eine funktionierende Verwaltung mit festen Strukturen die eingebettet ist in kommunalpolitische Anforderungen.

Meiste Betriebe gut aufgestellt. Sorge bei Soloselbstständigen

Wegen der Pandemie mache er sich wenig Sorgen um mögliche Insolvenzen bestehender Betrieb. Die meisten sind gut aufgestellt. Mehr Sorgen bereiten ihm hingegen die Soloselbstständigen. Sie seien in einer komplizierten Lage, da seit Monaten die Auftragslage sehr schlecht ist. „Umso länger die Pandemie dauert, umso höher sei das Risiko das irgendwann gar keine Aufträge mehr kommen“, so Sebastian Minge. Dennoch. Die Zahl der arbeitslosen Arbeitslosengeld II-Empfänger/innen im Elbe-Elster-Kreis ist im Juli auf 2.396 Personen gesunken. Die Abnahme im Vergleich zum Juni betrug sieben Personen. Im Vergleich zum Juli 2019 ist die Zahl der Arbeitslosen um 102 gestiegen. „Die Zahl der arbeitslosen Menschen, die vom Jobcenter Elbe-Elster betreut werden, ist im zweiten Monat in Folge zurückgegangen. Jedoch ist die Jugendarbeitslosigkeit leicht gestiegen. Es endeten zahlreiche schulische und berufliche Ausbildungen und gerade in der aktuellen Situation sind Unternehmen etwas zurückhaltender mit der Übernahme in ein Arbeitsverhältnis. Neben den persönlichen Gesprächen, die nun schrittweise und ausschließlich auf Einladung wieder aufgenommen wurden, stehen die Mitarbeiter des Jobcenters telefonisch oder online in Kontakt mit den Kunden. „Wir versuchen, jedem Jugendlichen ein passgenaues Angebot zu unterbreiten. Im Spätsommer wird ein Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit erwartet“, sagte Sebastian Minge, Geschäftsführer des Jobcenters Elbe-Elster.

 

pm/red

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