Lieberose Mittwoch, 26 Juni 2019 von Redaktion

Waldbrand Lieberoser Heide: Amtshilfe aus Braunschweig angefordert

Waldbrand Lieberoser Heide: Amtshilfe aus Braunschweig angefordert

Der Waldbrand in der Lieberoser Heide lodert weiter. Am Mittwoch hat er die 100 Hektargrenze überschritten, Einsatzkräfte wuren ausgetauscht und durch frische Kräfte aus Cottbus, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Dahme-Spreewald ersetzt. Gestern hat das Brandenburger Innenministerium Amtshilfe aus Niedersachsen angefordert. Um 22:10 Uhr machten sich 23 Feuerwehrleute mit einer Hochleistungspumpe auf den Weg nach Brandenburg. 

Die Pumpe dient zur Beförderung größerer Wassermengen über weite Strecken. Die Einsatzkräfte kommen von der Berufsfeuerwehr Braunschweig sowie von Freiwilligen Feuerwehren aus der Stadt. Der Auftrag ist im Schichtbetrieb einen kontinuierlichen Wasserfluss über lange Wasserförderstrecken mit großen Schläuchen zu garantieren. Die Unterstützung kam in der Nacht am Bereitstellungsraum in Lieberose an.

„Trotz des laufenden Löscheinsatzes muss angesichts der Witterungslage mit der weiteren Ausdehnung des Waldbrandes gerechnet werden. Ortschaften sind derzeit jedoch nicht gefährdet“, sagte Staatssekretärin Lange heute in Potsdam.

„Derzeit sind über 120 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Technischem Hilfswerk vor Ort. Mit rund 40 Fahrzeugen und zwei Hubschraubern der Bundespolizei vom Typ ‚Super Puma‘ wird der Großbrand bekämpft. Das Innenministerium hat das Koordinationszentrum Krisenmanagement aktiviert; ein Verbindungsbeamter der Landesfeuerwehrschule befindet sich direkt vor Ort bei der Einsatzleitung. Eine mobile Basisstation für den Digitalfunk wurde in den Einsatzraum verbracht, das THW unterstützt mit Radladern und Beleuchtungsmitteln“, so Lange weiter. „Die Vorplanung des Kräfteeinsatzes ist bis einschließlich 27. Juni abgeschlossen. Wir richten uns darauf ein, dass der Einsatz in der Lieberoser Heide mindestens noch mehrere Tage, wenn nicht länger als eine Woche andauern wird. Die Brandursache selbst ist noch völlig unklar.“ Die beiden Hubschrauber wurden mittlerweile zum Großbrand bei Eisenhüttenstadt abgezogen, der dort den Ort Ziltendorf bedroht. 

Foto: Johanniter Regionalverband Südbrandenburg

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