Landkreis
Dahme Spreewald Freitag, 15 Oktober 2021 von Redaktion / Presseinfo

Acht Engagierte zur 27. Brandenburgischen Seniorenwoche in Lübben geehrt

Acht Engagierte zur 27. Brandenburgischen Seniorenwoche in Lübben geehrt

Im Rahmen der 27. Brandenburgischen Seniorenwoche wurden Anfang Oktober mehr als 70 Seniorinnen und Senioren in Lübben begrüßt. Wie der Landkreis Dahme-Spreewald mitteilte, wurden für die Jahre 2020 und 2021 acht besonders engagierte Senioren mit der Dankesurkunde „Eine Rose für ...“ geehrt. Zudem gab Landrat Stephan Loge bekannt, dass sich die Anzahl der Mehrgenerationenhäuser im Landkreis von sieben auf neun erhöhen wird

Der Landkreis Dahme-Spreewald teilte dazu mit: 

Im Rahmen der 27. Brandenburgischen Seniorenwoche begrüßte der Kreisseniorenbeirat Dahme-Spreewald seine Gäste zur Festveranstaltung am 09.10.2021 in der Mehrzweckhalle „Blaues Wunder“ in Lübben. Mehr als 70 Seniorinnen und Senioren folgten der Einladung des Landrates und des Kreisseniorenbeauftragten. Zum Schutz der Teilnehmenden und unter Einhaltung der notwendigen Abstands- und Hygieneregeln, fand die Auszeichnung in kleinerem Rahmen und nach einem Jahr coronabedingter Pause wieder statt.

Für die Jahre 2020 und 2021 wurden acht besonders engagierte SeniorInnen mit der Dankesurkunde „Eine Rose für ...“ geehrt. Die ehrenamtlich engagierten Ausgezeichneten sind in einem Alter von 60 bis 83 Jahren aktiv.

Mit einer wunderbaren musikalischen Umrahmung begleitete die Band „Jazz Trio Schönefeld“ den Festakt.

Wolfgang Grunert, Kreisseniorenbeauftragter des Landkreises Dahme-Spreewald, eröffnete die Festveranstaltung. „Die Seniorinnen und Senioren sind Kümmerer vor Ort. Durch die Pandemie waren sie sowohl Helfende in schwierigen Zeiten als auch Lernende für den neuen digitalen Austausch oder Beratungsformate. Herr Grunert bedankte sich bei allen für ihr unermüdliches Engagement, ihre Beharrlichkeit und Durchsetzungskraft.“

Weiterhin begrüßte Anja Rasch, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Lübben, die Gäste. Sie betonte, dass „die Seniorinnen und Senioren die Erfahrung und das Engagement gern und mit Allen teilen. Sie sind aktiver denn je.“

Unter dem Motto „„Für ein lebenswertes Brandenburg – solidarisch, aktiv, mitbestimmt für alle Generationen““ begrüßte Landrat Stephan Loge die Gäste. Er bedankte sich bei den interessierten Gästen aus dem Land, Bundestag und Kreistag für die Teilnahme an dieser besonderen Ehrung.

Stephan Loge merkte zum Anfang an, „dass wir alle, aber vor allem auch unsere SeniorInnen, in den letzten beiden Jahren aufgrund der Corona-Pandemie einen sehr beschwerlichen Weg zu bewerkstelligen hatten. Einerseits galt es, gerade sie zu schützen und unser aller Fürsorge auf sie zu lenken und andererseits waren sie aktiver und geforderter denn je, um ihre Familien zu unterstützen. Dafür gilt unser Respekt und unser Dankeschön.“

Diese zusätzlichen Herausforderungen führten zu neuen Ideen. „Sie haben sich etwas einfallen lassen, um auf anderen Wegen Kontakt zu ihren Mitmenschen aufrecht zu erhalten und der Einsamkeit entgegen zu wirken. So hat die Digitalisierung auch in vielen ihrer Wohnzimmer Einzug gehalten.“ Neben den Möglichkeiten im privaten Haushalt sieht Landrat Stephan Loge die Kommunen und den Landkreis in der Pflicht. Die Mehrgenerationenhäuser im Landkreis sind Orte mit einer Vielzahl an niedrigschwelligen Angeboten für ältere Menschen in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium. „Ich freue mich“, so Stephan Loge, „dass wir bekannt geben können, dass sich die Anzahl unserer Mehrgenerationenhäuser im Landkreis Dahme-Spreewald von 7 auf 9 erhöhen wird. Mögen diese die Arbeit der 15 örtlichen Seniorenbeiräten unserer kreisangehörigen Städte, Gemeinden und Ämter bereichern.“

Landrat Stephan Loge zeichnete gemeinsam mit Wolfgang Grunert und dem Landesseniorenbeauftragten Norman Asmus acht besonders engagierte SeniorInnen für die Jahre 2020 und 2021 mit der Dankesurkunde „Eine Rose für ...“ aus. Dazu zählten:

Silke Förster - Mittenwalde / OT Töpchin

Frau Förster arbeitet seit über 10 Jahren aktiv im Seniorenbeirat mit. Sie ist immer bereit, die Arbeit der Vorsitzenden zu unterstützen und auf ihre Hilfe bei der Durchführung von Veranstaltungen des Seniorenbeirates kann man sich stets verlassen.

Auch an den Versammlungen des Seniorenbeirates und des Ortsbeirates von Töpchin nimmt Frau Förster regelmäßig teil und trägt durch ihre Anregungen und Hinweise zu einer konstruktiven Arbeit bei.

Zudem arbeitet Frau Förster aktiv im Volksfestverein von Töpchin mit und ist eine zuverlässige Partnerin bei der Organisation und Durchführung des Dorffestes. Bevor die Pandemie ausbrach, organisierte sie zwei große Feste für die Kinder des Dorfes und förderte somit das Miteinander der Generationen.

Ebenso wird der persönliche Kontakt zu den älteren Menschen in der Gemeinde immer wieder durch Frau Förster gesucht, indem sie den über 80-jährigen zu den Geburtstagen gratuliert und die Glückwünsche übermittelt.

Darüber hinaus führte sie jahrelang die Ortschronik des Dorfes Töpchin. Besonders liebevoll führte Frau Förster die Ausstellungen über die Ziegeleigeschichte des Ortes durch. Dafür wurden teilweise Exponate von ihr selbst gestaltet und daneben viele Bilddokumente gezeigt, die von dem damaligen Leben im Dorf erzählten.

Prof. Dr. Renate Grupe - Königs Wusterhausen (83 Jahre)

Mit hohem Engagement und viel Freude leitet Frau Prof. Dr. Grupe seit zehn Jahren den Seniorenbeirat der Stadt Königs Wusterhausen. Dank ihrer guten Kontakte zur Stadt Königs Wusterhausen, zu den Wohlfahrtsverbänden, den Sport- und Kulturgruppen sowie zu dem Landkreis Dahme-Spreewald ist es ihr gelungen sehr gute Seniorenarbeit zum Wohle der älteren Menschen in der Stadt und den Ortsteilen zu initiieren. Frau Prof. Dr. Grupe schafft es immer wieder gemeinsam mit den Mitgliedern ihres Seniorenbeirates sehr niveauvolle Veranstaltungen mit seniorenrelevanten Themen zu organisieren.

Nur einige Beispiele der jährlich organisierten Veranstaltungen unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Grupe:

  • Kulturveranstaltungen zur Brandenburgischen Frauen- und Seniorenwoche
  • Tag der Altenpflege für die Stadt Königs Wusterhausen
  • neue Wohnprojekte für SeniorenInnen
  • Ehrungen zum Tag der Nachbarschaft
  • Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung bei der Organisation des Herbstballs für die SeniorenInnen

Zudem ist es Frau Prof. Dr. Grupe hauptsächlich zu verdanken, dass die Mitglieder des Seniorenbeirates in den Fachausschüssen der Stadtverordnetenversammlung in den Status eines sachkundigen Einwohners erhoben wurden, um so auf die Belange der SeniorenInnen der Stadt aufmerksam zu machen. Frau Prof. Dr. Grupe hat auch initiiert, dass die Mitglieder des Seniorenbeirates die Ortsbeiräte der Stadt Königs Wusterhausen besuchen und an den Sitzungen teilnehmen.

Darüber hinaus ist es Frau Prof. Dr. Grupe aktuell sehr wichtig mit der Regionalen Verkehrsgesellschaft zusammenzuarbeiten, um die Verkehrsanbindung der Ortsteile an die Kernstadt am Tage und in den Abendstunden zu verbessern.

Frau Prof. Dr. Grupe arbeitet aktiv am „Fachtisch für Demenz“ und in der Arbeitsgruppe „Barrierefreie Stadt Königs Wusterhausen“ mit.

 

Dieter Harder - Stadt Königs Wusterhausen / OT Zeesen (78 Jahre)

Über 2 Jahre betreute Herr Dieter Harder seine an einer Lungenkrankheit schwer erkrankten Ehefrau, die ständig an Sauerstoffflaschen gebunden und in ihrer Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt war. Allein diese Tatsache fordert von Herrn Harder ständige Einsatzbereitschaft. Dennoch unterstützt er seine gesamten weiteren Familienmitglieder sowie ehrenamtlich zahlreiche Mitmenschen.

Herr Dieter Harder ist Mitglied der Volksolidarität, Ortsgruppe Zeesen. Insbesondere den Mitgliedern seiner Ortsgruppe leistet Herr Harder uneigennützig vielseitige Hilfe. Herr Harder fährt mehrere Mitglieder der Volkssolidarität kostenlos mit seinem Pkw zu Veranstaltungen der Ortsgruppe, sodass kein Mitglied aufgrund der fehlenden Mobilität einer Veranstaltung fernbleiben muss und bei Notwendigkeit fährt Herr Harder die Personen auch zum Arzt oder ins Krankenhaus zu den Behandlungen.

Fester Bestandteil seiner ehrenamtlichen Hilfeleistung ist auch 3-mal im Jahr eine Fahrt von der Kernstadt Königs Wusterhausen in die Wohnanlage der Volkssolidarität nach Zernsdorf zur Buchlesung.

Herr Harder verfügt über außerordentliches handwerkliches Geschick, das wiederholt verschiedenen Mitgliedern der Ortsgruppe bei der Lösung von auftretenden Problemen im Haushalt zu Gute kam.

Darüber hinaus wird Herr Harder bei vielerlei Problemen von seinen Mitgliedern der VS-Ortsgruppe Zeesen um Rat und Hilfe gebeten. Auch bei von nahezu ausweglos erscheinenden Problemen findet Herr Harder immer eine Lösung und hilft bei der Umsetzung.

Frau Brigitte Kuba – Bestensee (76 Jahre)

Frau Kuba ist seit 2007 Mitglied des Seniorenbeirates der Gemeinde Bestensee und bekleidet seit 2012 die Funktion des Schriftführers.

Zugleich ist Frau Kuba für die Veröffentlichungen aller Aktivitäten und Informationen des Seniorenbeirates im Amtsblatt der Gemeinde zuständig.

Seit fünf Jahren ist Frau Kuba außerdem Mitglied des Heimbewohnerbeirates im Seniorenzentrum der Berliner Stadtmission in der Gemeinde Bestensee und vertritt dort aktiv die Interessen der Heimbewohner. Auch bei Aktivitäten und Veranstaltungen für die pflegebedürftigen Heimbewohner steht Frau Kuba den Pflegekräften hilfreich zur Seite.

Darüber hinaus ist Frau Kuba seit 1955 Mitglied in der DRK Ortsgruppe Bestensee. Zunächst als junge Sanitäterin und seit 1959 als ordentliches Mitglied. Bei allen Blutspenden des DRK, die Mehrgenerationenhaus in Bestensee durchgeführt werden, ist Frau Kuba unterstützend im Einsatz.

Gabriele Pollakowski - Heideblick / Walddrehna (60 Jahre)

Für Frau Pollakowski ist es eine Herzenssache, sich um ihren Schwiegervater nicht nur medizinisch und pflegerisch zu kümmern, sondern dass sie auch für die weiteren Sorgen und Nöte ein Augenmerk hat.

Die Erkrankung ihres Schwiegervaters trat schleichend in ihr Leben und vieles hat sich über die Zeit verändert. Ohne die Unterstützung und Hilfe von Frau Pollakowski wäre die Teilnahme des Schwiegervaters am sozialen Leben nicht mehr möglich und auch in den Belangen des täglichen Lebens motiviert Frau Pollakowski ihren Schwiegervater ständig und leitet ihn an.

Zudem hält Frau Pollakowski einen engen Kontakt zur Nachbarschaft und kümmert sich um die Menschen. Sie hat immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte. Frau Pollakowski ist sehr engagiert und bietet stets ihre Hilfe und Unterstützung zur Lösung von Problemen an.

Margit Richter - Königs Wusterhausen (68 Jahre)

Frau Richter ist sehr stark sehbehindert und ist aus diesem Grunde Mitglied in der Bezirksgruppe Königs Wusterhausen des deutschlandweiten Blinden- und Sehbehindertenverbandes Brandenburg e.V..

Seit etwa 2011 ist sie Mitglied im 3-köpfigen Vorstand dieser Bezirksgruppe. Sie übernimmt einen Großteil der Verantwortung und der ehrenamtlichen Arbeit für die Bezirksgruppe, deren Mitglieder derzeit 33 Personen umfasst, auf sich. Da sich die Gruppe territorial von Schönefeld bis Teupitz erstreckt und somit ein relativ großes Territorium erfasst, ist die Arbeit der Bezirksgruppe sehr aufwendig.

Frau Richter setzt sich im Blinden- und Sehbehindertenverband aktiv sowohl politisch für die Rechte und die Verbesserung der Lebensqualität von Blinden und Sehbehinderten, als auch für deren geselliges Gemeinschaftsleben untereinander und im Zusammenleben mit der übrigen Bevölkerung ein.

Sehr intensiv ist Frau Richter in die Organisation und Vorbereitungen der beiden folgenden Hauptveranstaltungen des Jahres involviert, die meist in Lokalitäten von Königs Wusterhausen stattfinden.

Ebenfalls vielfach von Frau Richter vorbereitet, sind auch die Gruppen- und Spielenachmittage, die etwa alle 2 Monate in Königs Wusterhausen stattfinden. Bei diesen Veranstaltungen werden die Mitglieder auch über die für sie wichtigen Details des täglichen Lebens informiert, wie z.B. Hilfsmittel für Blinde, Nutzung der Audiodiscription im Fernsehen, korrekte Begleitung eines Blinden usw.. Im Rahmen der Präventionsarbeit der Polizei wirkt Frau Richter auch aktiv in der Schauspielgruppe mit.

Außerdem hält sie den ständigen Kontakt zum Seniorenbeirat der Stadt Königs Wusterhausen. Die wechselseitige Information und der gegenseitige Besuch von Veranstaltungen beider Einrichtungen ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden.

Frau Richter selbst ist immer sehr an der Teilnahme und Mitwirkung an der Ehrenamtsbörse im Jahr 2018 und 2019, die gemeinsam von Seniorenbeirat und Bündnis für Familie durchgeführt wurde, interessiert.

Erika Sander – Bestensee (80 Jahre)

Frau Sander ist seit 2005 Mitglied des Seniorenbeirates Bestensee, in der Funktion der stellvertretenden Vorsitzenden.

Die Aktivitäten von Frau Sander sind vielfältig. Sie organisiert zum einen den monatlichen Bowlingtreff für die SeniorenInnen, organisiert und begleitet die Spielenachmittage und unterstützt bei den Vor- und Nachbereitungen der Weihnachtsfeier für die SeniorenInnen.

Mit weiteren Mitgliedern des Seniorenbeirates unterstützt Frau Sander das Pflegepersonal des Seniorenzentrums in Bestensee bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen.

Darüber hinaus ist Frau Sander seit 64 Jahren Mitglied im DRK-Ortsverband und hat dort die Funktion der Schatzmeisterin inne.

Katja Zinn – Eichwalde (82 Jahre)

Frau Katja Zinn ist seit über 50 Jahren Mitglied der Volkssolidarität und leitet die Ortsgruppe Eichwalde seit mehr als 10 Jahren.

Es ist dem Engagement von Frau Zinn zu verdanken, dass vielseitige und anspruchsvolle Projekte und Veranstaltungen für die älteren Einwohner der Gemeinde Eichwalde angeboten werden können.

Frau Zinn organisiert und führt regelmäßige Veranstaltungen durch, wie zum Beispiel einmal im Monat die Geburtstagsrunde, einmal in der Woche den Spielenachmittag oder den Keramikkurs.

Viele Jahre war Frau Zinn aktives Mitglied des Seniorenbeirates der Gemeinde Eichwalde. Sie pflegt auch weiterhin die Kontakte dahin, sodass Veranstaltungen gemeinsam mit dem Seniorenbeirat der Gemeinde Eichwalde organisiert oder gegenseitig unterstützt werden.

Darüber hinaus sucht Frau Zinn oft persönlich SeniorenInnen auf, um der Vereinsamung entgegenzuwirken. Frau Zinn fragt nach, wie es den älteren Menschen geht und ob Hilfe benötigt wird. Bei Bedarf wird die Hilfe dann durch Frau Zinn auch organisiert. Insbesondere in den zurückliegenden Monaten der Kontaktbeschränkungen wurde die persönliche Hilfe angeboten, organisiert und die Kontakte auf unterschiedlichster Art und Weise aufrechterhalten.

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Red. / Presseinfo 

Bild: Landkreis Dahme-Spreewald

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