Landkreis
Dahme Spreewald Freitag, 14 März 2014 von Benjamin Andriske

Kunstpreis für die zehnte aquamediale. „Wetterwechsel" als Thema

Kunstpreis für die zehnte aquamediale. „Wetterwechsel" als Thema

Der Landkreis Dahme-Spreewwald und der Förderverein aquamediale e.V. schreiben auch in diesem Jahr wieder anlässlich der [ aquamediale® 10 ] einen Kunstpreis in Höhe von 2.500 Euro aus.
Das internationale Kunstfestival findet vom 07.06. – 14.09.2014 auf der Spree und auf bzw. an den Fließen im Spreewald statt. Die zehnte aquamediale trägt die Überschrift „Wetterwechsel“. Der Klimawandel steht im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung.
Einzelpersonen oder Künstlergruppen können ihre Bewerbungen für temporäre Kunst im öffentlichen Raum in der Spreewaldlandschaft bis zum 15.04.2014, 12 Uhr (mitteleuropäischer Zeit) einreichen beim:
Landkreis Dahme-Spreewald , Amt für Schulverwaltung und Kultur,
Kennzeichen: Ausschreibung aquamediale® 10 - Wetterwechsel
z. H. Frau Anett-Julia Krüger,
Beethovenweg 14 D-15907 Lübben (Spreewald)
Im Rahmen des internationalen Kunstfestivals spielt das Wasser von Beginn an eine besondere Rolle. Das Wasser bringt in seiner Fülle ein üppiges und fast verschwenderisch anmutendes Leben hervor, wie dies alljährlich hunderttausende von Besuchern im Spreewald immer wieder aufs Neue erfahren dürfen. Gleichwohl entzieht es in seiner Abwesenheit jeglichem Leben die Grundlage. Trotz des Wissens um die Kausalität von „Wasser und Leben“ geht der Mensch immer noch zu sorglos mit diesem Element um.
Zum zehnjährigen Jubiläum der aquamediale® steht der Klimawandel im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung. Ein Thema, dass trotz seiner existentiellen Bedeutung für die Weltbevölkerung, bisher lediglich das Publikum von Klimakonferenzen zu interessieren scheint. Dabei warnen Umweltexperten nicht erst seit der OECD-Studie „Umweltausblick 2030“ aus dem Jahre 2008 vor einem weltweiten Anstieg der Temperaturen um 1,7 bis 2,4 Grad Celsius bis zum Jahr 2030. Folgen einer solchen Erderwärmung wären Hitzewellen, Dürreperioden, Stürme und Überschwemmungen. Eine "weltweite Gemeinschaft" ist zur Bekämpfung des Klimawandels nötig. Nichts lässt jedoch darauf schließen, dass „Fachfremden“ die Aktualität des durch den Menschen verursachten Klimawandels wirklich bewusst ist, dass der Mensch als Teil der Weltgemeinschaft sehr wohl persönlich dazu beitragen kann und letztlich auch muss, um zumindest den Status Quo zu erhalten. Das Problem scheint in weiter Ferne zu liegen und den gegenwärtigen Menschen nicht zu tangieren.
Es gibt keine Einschränkungen auf bestimmte Kunstgattungen. Die Intervention wird auf einer nicht überfahrbaren Mittelinsel innerhalb eines Kreisverkehrs umgesetzt. Die Intervention darf einen Bruch darstellen, muss zugleich aber stark genug sein, um sich in der gegebenen Verkehrslandschaft behaupten zu können ohne dominieren zu wollen. In jedem Fall darf die eingereichte Intervention die Verkehrssicherheit zu keinem Zeitpunkt gefährden. Hierfür ist die Intervention mittig auf der Mittelinsel anzuordnen, muss einen Sicherheitsabstand zur Fahrbahn von mindestens sechs Metern einhalten und hat einen durchscheinenden Charakter aufzuweisen. Es gilt die StVO.
Die künstlerische Intervention muss für drei Monate den Witterungsbedingungen entsprechend angepasst und widerstandsfähig sein. Die Bewerber sind verpflichtet ihren etwaigen Energiebedarf für den gesamten Ausstellungszeitraum zu berechnen und zu benennen. Der Preisträger verpflichtet sich sein Kunstwerk im Zeitraum vom 01. bis 05. Juni 2014 in Lübben (Spreewald) zu installieren. Eine unabhängige Jury wählt den Preisträger der Ausschreibung aus. Die Auswahl der Jury ist nicht anfechtbar.
Die Bewerbungsunterlagen sind unter www.dahme-spreewald.de / Aktuelles und unter www.aquamediale.de abrufbar.
Quelle: Landkreis Dahme-Spreewald

Das könnte Sie auch interessieren