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Cottbus Montag, 13 September 2021 von Georg Zielonkowski

Maximilian Levys Karriereende. 35 internationale Medaillen, nun Bundestrainer

Am Ende war es kein großes Geheimnis mehr, dass sich der Cottbuser Super-Sprinter nach Olympia in Tokio vom internationalen Renngeschehen verabschiedet. Nun wurde dieser Schritt vor den Medienvertretern auch öffentlich gemacht. Dazu hatte Maximilian Levy in die Räume seines derzeitigen Arbeitgebers IK Bau eingeladen. Auf dem Podium nahm vor den zahlreichen Reportern auch sein Arbeitgeber und Freund Ingo Krüger sowie sein persönlicher Medienmann Thomas Juschus Platz. Letzterer bat den 34-jährigen zu einigen Stichworten um seine Meinung. Der Radsportler hatte zudem auch Neuigkeiten zu seiner berufliche Perspektive im Gepäck.

Der Moment des Abschieds

"Es ist doch nicht so einfach, wie ich zuvor dachte. Aber man muss auch irgendwann einmal loslassen. Ich finde dennoch, es jetzt genau der richtige Moment. Das eine Jahr mehr an Olympiavorbereitung war schon lang. Eigentlich wollte ich ja schon nach Rio und der WM aufhören. Dann kam aber meine Verletzung dazwischen und eine lange Reha-Phase. Nun aber nach Tokio ist es soweit." sagte Levy über sein Karriereende.

Was bleibt aus dem 15 medaillenschweren Jahren an Erinnerung?

"Ich bin keiner, der die Medaillen jede Woche vor dem Spiegel spazieren trägt. Damit habe ich mich schon lange beschäftigt. Was bleibt, sind die wunderbaren Momente mit den Freunden, auch mit den Konkurrenten, mit denen wir immer wie Freunde unterwegs waren. Aber ich erinnere mich auch an den schlimmen Schlüsselbeinbruch 2014 in Kolumbien. Meine ersten Olympischen Spiele waren cool. Völlig unbeeindruckt hatte ich da mein Rad an den Start geschoben und gleich mal Bronze gewonnen."

Wie geht es jetzt sportlich weiter?

"Ich werde beim Berliner Sechstagerennen starten und dabei dann meinen Abschied auf der großen Bühne genießen. Dort will ich mich auch von den vielen Wegbegleitern in Dankbarkeit verabschieden. Darum werde ich auch noch entsprechend trainieren, denn hinterherfahren ist nicht mein Ding."

Wie geht es beruflich weiter?

"Mit großer Dankbarkeit werde ich mich von Ingo, meinem jetzigen Arbeitgeber, verabschieden, um anschließend das Amt des Junioren-Bundestrainers zu übernehmen. Zwar wollte ich auch gern mal ganz raus aus dem Sport, aber das Angebot des BDR werde ich dann ab Januar 2022 wahrnehmen."

Interview mit Trainer Eyk Prokorny 

Interview mit Sprintweltmeister Michael Hübner und Arbeitgeber Ingo Krüger (IK Bau)

Erfolge von Maximilian Levy

2004: Junioren-WM: Gold 1.000 Meter im Teamsprint; Bronze im Sprint

2004: Junioren-WM: Gold 1.000 Meter im Teamsprint und Sprint; Junioren-EM: Gold 1.000 Meter im Sprint

2006: U23-EM: Gold Sprint, Teamsprint; Silber Keirin; Bronze 1.000 Meter

2007: WM: Bronze im Teamsprint, U23-EM: Bronze über 1.000 Meter

2008: Olympische Spiele Peking: Bronze im Teamsprint

2009: WM: Gold im Keirin, U23-EM: Gold im Keirin

2010: WM: Gold Teamsprint, Bronze Keirin; EM: Gold im Teamsprint

2011: WM: Gold Teamsprint, EM: Silber Sprint

2012: Olympische Spiele in London: Silber Keirin, Bronze Teamsprint

2013: WM: Gold Teamsprint, Silber Keirin; EM: Gold Teamsprint und Keirin

2014: WM: Silber Keirin

2015: EM: Bronze im Teamsprint

2017: EM Gold Keirin, Silber im Teamsprint

2018: WM: Bronze Keirin

2020: EM: Gold Keirin und Sprint

 

Gesamtbilanz: 35 Medaillen (20x Gold, 6x Silber, 9x Bronze)

 

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