Cottbus Montag, 06 April 2020 von Redaktion

„Mutmacher“ gesucht. CTK sammelt aufmunternde Botschaften für Patienten

„Mutmacher“ gesucht. CTK sammelt aufmunternde Botschaften für Patienten

"In den vergangenen Tagen haben das Personal des Carl-Thiem-Klinikum Cottbus verschiedene aufmunternde Botschaften erreicht, auch in Form von kulinarischen Überraschungen. Das alles hat gezeigt, wie sehr die Arbeit der Kollegen wertgeschätzt wird. Das gesamte CTK ist überwältigt von dieser Anteilnahme, hat aber in dieser Ausnahmesituation natürlich noch intensiver die Situation der Patienten im Fokus." sagt Anja Kabisch, Pressesprecherin am CTK. Seit dem 16. März 2020 können Patienten keinen Besuch mehr empfangen, das CTK vollzog einen sogenannten Lockdown, konzentriert sich seitdem auf die Bewältigung der Coronavirus-Pandemie und "schloss sich ein" und somit Krankenbettbesucher aus, was für Patienten bedeutet, seit drei Wochen gibt es kein tröstendes Händestreicheln durch Ehepartner oder Kinder, keine bunten Blumensträuße für die Krankenzimmer, keine Abwechslung im immer gleichen Krankenhausalltag.

Mutmacher mit Botschaften für Patienten gesucht

"Daher rufen wir alle Cottbuser, alle Lausitzer auf: schickt unseren Patienten aufmunternde Botschaften. Ob per Video, Foto oder mit einem selbstgemalten Bild – Botschaften, die zeigen ‚Wir denken an Euch, haltet durch, werdet schnell gesund!‘." umschreibt Anja Kabisch die Aktion Mutmacher. 

Diese Botschaften sollen zu einem Film zusammengeschnitten werden und dann über das Patientenfernsehen ausgestrahlt werden. Darüber hinaus sollen sie auch über die Internetseite und die Social-Media-Kanäle verbreitet werden.

"Wir hoffen, dass diese Botschaften „von außen“ unsere Patienten aufheitern, trösten und aufrichten. Und somit vielleicht auch einen kleinen Teil zu ihrer Gesundung beitragen. Wir danken schon jetzt allen „Mutmachern“ von ganzem Herzen. Wir hoffen auf möglichst viele Zusendungen" Diese sind per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.

Krankenhauspersonal ist für die Patienten da

Natürlich bemüht sich das medizinische Personal nach Kräften, in dieser emotional schwierigen Zeit sich ganz besonders individuell und liebevoll um die Patienten zu kümmern. Und das wird von Patienten und Angehörigen auch sehr dankbar wahrgenommen, wie Nachrichten auf dem Facebook-Account des CTK zeigen:

„Ich bin gerade auf P4 des CTKs. Das Pflegepersonal, die Ärzte und Therapeuten tun gerade ihr Bestes, dass es uns hier trotzdem gut geht. Gerade Menschen mit Depressionen und auch Ältere mit Demenz können mit solchen Sachen schwer umgehen.“

Eine andere Nutzerin schrieb: „Ich möchte auf diesem Weg bei Ihren Kolleginnen und Kollegen der ITS ein großes Danke sagen. Meine Schwester wurde in ihren letzten Tagen in einer würdevollen Weise behandelt und betreut.“

Zudem hat das Carl-Thiem-Klinikum für die Patienten die Möglichkeit geschaffen, per Videochat Kontakt zu ihren Angehörigen und Freunden zu halten.

Per Tablet zu Oma ans Krankenbett

„Uns ist bewusst, dass dieses Verbot eine erhebliche Einschränkung für unsere Patienten ist.“ So CTK-Geschäftsführer Dr. Götz Brodermann. „Dennoch haben wir keine Alternative dazu gesehen, um unsere Mitarbeiter und Patienten zu schützen und die Eindämmungsstrategie konsequent umzusetzen.“

Viele Patienten halten per Smartphone und Videotelefonie Kontakt zu ihren Verwandten und Freunden. Doch einigen, vor allem älteren Patienten, ist das nicht möglich. Hier hat das Carl-Thiem-Klinikum jetzt auf Initiative der Krankenhausseelsorger ein Angebot geschaffen. Per Videochat können sich die Patienten in dieser für sie schwierigen Situation mit ihren Angehörigen austauschen. Diese müssen lediglich die APP „Lifesize Video Conference“ auf ihrem Smartphone oder Tablet installieren und auf der Station im CTK die Telefonnummer erfragen. „Das Pflegepersonal steht den Patienten während des Chats - wenn gewünscht – hilfreich zur Seite.“ Versichert Solveig Stepan-Grauer vom Qualitätsmanagement Pflege.

„Wir bieten damit ein Kontaktangebot ohne die direkte körperliche Begegnung. Sicher fehlt so ein wichtiger Teil der Beziehung –das tröstende Händehalten zum Beispiel. Aber jede Beziehung, egal wie auch immer sie geführt wird, baut eine emotionale Brücke und ist damit der Genesung förderlich.“ Bestätigt Dr. Cordula Sikorski, Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik.

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