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Cottbus Montag, 24 Februar 2020 von Redaktion / Presseinfo

Markteinstieg in Russland: Büro in Moskau für Südbrandenburger Wirtschaft

Trotz anhaltender EU-Sanktionen gegen Russland sehen viele Südbrandenburger Unternehmen großes Potenzial, Geschäftsbeziehungen zu russischen Unternehmen aufzubauen bzw. zu intensivieren. Um einen besseren und schnelleren Kontakt zwischen beiden Seiten herzustellen, gibt es seit Anfang Februar eine neue Anlaufstelle in Moskau. Zusammen mit weiteren Partnern hat die IHK Cottbus ein eigenes Büro für die Südbrandenburger Wirtschaft eröffnet.

Mehr Infos zu dem Projekt gibt es im Videogespräch mit Silke Schwabe von der IHK im Titelvideo.

Die IHK Cottbus teilte zudem mit:

Über das Projekt „Fit ins Ausland“ hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus in den vergangenen Jahren bereits einige Unternehmen aus Südbrandenburg beim erfolgreichen Markteinstieg im Ausland unterstützt. Ein Fokus liegt nun auf Russland. Seit Anfang Februar gibt es in der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) Moskau ein offizielles Büro für die südbrandenburgische Wirtschaft, um Unternehmen beim Aufbau ihrer Geschäfte in Russland und auch in Südbrandenburg individuell zu unterstützen. Die Büroeröffnung ist Teil des Projekts „Russian Desk“, das die IHK Cottbus koordiniert und in dem die Stadt Guben, die Wirtschaftsförderungs- und Projektsteuerungsgesellschaft ASG Spremberg GmbH und die CIT GmbH Wirtschaftsförderung für den Landkreis Spree-Neiße Projektpartner sind. 

Gemeinsames Ziel ist die Intensivierung der südbrandenburgisch-russischen Wirtschaftsbeziehungen, die Beförderung der Export- und Importaktivitäten sowie der Investitionstätigkeiten in Südbrandenburg und Russland. Auch der Aufbau eines Unternehmensnetzwerkes „Geschäfte mit Russland“ steht auf der Agenda. Die Projektpartner unterstützen in der Export- und Ansiedlungs-förderung durch Beratung und Begleitung russischer Unternehmen, bei der Durchführung von Unternehmereisen, Delegationsempfängen, Seminaren, Workshops und Veranstaltungen sowie der Erarbeitung von russischen PR-Materialien über Südbrandenburg. Die AHK in Moskau fungiert als wichtiger Vermittler in der Geschäftspartnersuche und Dienstleister für die Projektbeteiligten.

Zahlen und Fakten:

Die russische Wirtschaft wächst wieder - wenn auch langsam. 2019 betrug das Wachstum 1,1 Prozent. Für 2020 wird ein Wachstum von 1,9 Prozent prognostiziert. Sanktionen und weitere Herausforderungen beim Einstieg in den russischen Markt halten deutsche Unternehmen nicht davon ab, in und mit Russland Geschäfte zu machen. Es haben sich zahlreiche große Projekte entwickelt, neue Direktinvestitionen aus dem Ausland werden erwartet. Davon profitieren auch deutsche Unternehmen in Russland. Der Nettozufluss deutscher Direktinvestitionen nach Russland betrug 2018 rund 3,2 Milliarden Euro, im 1. Quartal 2019 etwa 1,7 Milliarden Euro. Chancen gibt es besonders in den Bereichen Abfallwirtschaft, Maschinenbau, Energie-wirtschaft, Chemieindustrie,  Bergbau und Lebensmittelwirtschaft. 

Das Brandenburger Handelsvolumen mit Russland betrug 5,25 Milliarden Euro im Jahr 2018. Davon umfassten die Einfuhren (vornehmlich Gas, Öl, Rohstoffe) 5,02 Milliarden Euro und die Ausfuhren 232 Millionen Euro mit einem Zuwachs von 23 Prozent gegenüber 2017. Brandenburgs Hauptexportgüter nach Russland sind Maschinen und Anlagentechnik, Kraftwagen und Kraftwagenteile, elektrotechnische, chemische und pharmazeutische Erzeugnisse sowie Gummi- und Kunststoffwaren und Futtermittel. 

Red./Presseinfo

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