Cottbus Dienstag, 05 November 2019 von Redaktion

SMY gewinnt Lausitzer Filmschau. Moderator stiftet Gage für Extrapreis

Große Freude herrschte gestern Abend im Cottbuser Filmtheater Weltspiegel bei der 17. Lausitzer FIlmschau. Die Jury zeichnete Luisa Nawka und Sophia Ziesch für SMY mit dem Hauptpreis aus. ŹIWA ŽEŃSKA – DIE WILDE FRAU erhielt den Sonderpreis der Stiftung für das sorbische Volk. KLASSENKAMPF, entstanden beim Filmworkshop „Protest!“, gewann den Publikumspreis. Zudem gab es überraschend einen vierten Gewinner. Insgesamt 14 Kurzfilme aus den unterschiedlichsten Sparten haben sich dem Wettbewerb gestellt. Moderator Georg Martin war von den Filmschaffenenden und ihren Werken so begeistert, dass er spontan seine Gage für einen weiteren Preis zur Verfügung stellte.

Wir haben mit dem Regieteam des Siegerfilms nach der Preisverleihung kurz gesprochen. Zu sehen im Titelvideo.

Am Montagabend (4. November 2019) gingen bei dem Kurzfilmwettbewerb Lausitzer FilmSchau insgesamt 14 Kurzfilme ins Rennen. Die Preisträger dürfen sich neben den Dotierungen auch über die eigens von der Cottbuser Design Manufaktur Style Work gestalteten Preis-Skulpturen freuen.

Den Hauptpreis im Wert von 1.500 EUR, gestiftet von APEX Projekt, sicherten sich Luisa Nawka und Sophia Ziesch mit SMY (deutsch: WIR SIND). Im Film wagen fünf Menschen in offenen Gesprächen, ihre individuelle Zugehörigkeit zur Minderheit in Ostsachsen zu hinterfragen und finden sich mit persönlichen Konflikten konfrontiert.
Die Jury, bestehend aus der Schauspielerin und Regisseurin Monika Wojtyllo, Kinobetreiberin Kerstin Adam sowie der Filmemacherin und Medienpädagogin Angela Schuster, begründete ihre Entscheidung wie folgt: „Berührend, leichtfüßig, authentisch. SMY beeindruckt durch seine generationenübergreifende, bewegende Frage nach sorbischer Identität. Es ist bemerkenswert, wie die Jugend, wenn auch anders, die Traditionen pflegt.“
 
Den Sonderpreis der Stiftung für das sorbische Volk, der mit 1.000 EUR dotiert ist, gewann Hella Stoletzki für ŹIWA ŽEŃSKA – DIE WILDE FRAU. Der Film überzeugte laut Jurybegründung durch seinen „poetisch-experimentellen Ansatz zur Erzählung einer alten sorbischen Sage. Der Film macht Mut, einen modernen Blick zu wagen.“

Den Publikumspreis und damit einen Einkaufsgutschein im Wert von 250 EUR (gestiftet von der SpreeGalerie) eroberte sich KLASSENKAMPF, entstanden beim Filmworkshop „Protest!“.

Durch den Abend führte Georg Martin, den nicht nur Cottbuser als Gründer und Macher des Quizlabors kennen und schätzen. Der Moderator war von der Qualität der gezeigten Kurzfilme und der Atmosphäre der Lausitzer FilmSchau so begeistert, dass er sich spontan entschied, sein Honorar an den zweitplatzierten Publikumsliebling zu stiften: UNBOXING WARSCHAU von Robert Posselt und Vincent Grundke.

Mit der Lausitzer FilmSchau – Łužyska filmowa pśeglědka – Łužiska filmowa přehladka unterstützt das FFC den cineastischen Nachwuchs und ambitionierte Filmemacher aus der Nieder- und Oberlausitz. Der Kurzfilmwettbewerb gilt als inoffizieller Auftakt des FilmFestival Cottbus, das am Dienstag, 5. November 2019 beginnt.


PREISTRÄGER
17. Lausitzer FilmSchau – Łužyska filmowa pśeglědka – Łužiska filmowa přehladka


Hauptpreis
SMY
Regie: LUISA NAWKA, SOPHIA ZIESCH, DE 2019, 10 MIN

Sonderpreis der Stiftung für das sorbische Volk
ŹIWA ŽEŃSKA - DIE WILDE FRAU
Regie HELLA STOLETZKI, DE 2019, 8 MIN

Publikumspreise
KLASSENKAMPF
Regie FILMWORKSHOP „Protest!“, DE 2019, 9 MIN

UNBOXING WARSCHAU
Regie ROBERT POSSELT, VINCENT GRUNDKE, DE 2019, 19 MIN


red /Presseinfo

Foto: Filmfestival Cottbus

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