Cottbus Samstag, 11 Mai 2019 von Redaktion

Abstiegskrimi Part 1: Energie Cottbus besiegt Aalen 2:1!

Es war das erwartet schwere Spiel gegen den Tabellenletzten. Der VfR Aalen wollte hier nicht einfach nur Spalier stehen und Energie Cottbus den Sieg schenken. Der FCE begann stark, ging durch Gasula in der 12. Minute in Führung, baute danach aber stark ab. Per Elfer kamen die Gäste in der 30. Minute zum Ausgleich. In der zweiten Hälfte ist das Spiel auf Messers Schneide, Matuwila erlöst die Fans in der 77. Minute mit einem Kopfballtreffer zum 2:1. Die Entscheidung über den Klassenerhalt ist auf die letzte Partie gegen Eintracht Braunschweig vertagt, Cottbus hat sich heute aber eine gute Ausgangslage verschafft.

Das letzte Heimspiel der Saison für den FC Energie Cottbus gegen den VfR Aalen könnte schon vorentscheidend sein. Mit einem Sieg und mitspielender Konkurrenz kann der FCE nach Abpfiff bereits den Klassenerhalt feiern, oder sich zumindest eine gute Ausgangsposition für das Spiel in Braunschweig verschaffen. Der VfR ist bereits abgestiegen, kampflos werden sie sich im Stadion der Freundschaft aber sicher nicht ergeben.

Pele Wollitz setzt für die Startelf auf Spahic im Tor, davor Schneider, Müller, Matuwila und Schlüter, Weidlich, de Freitas, Gjasula, Bohl und Viteritti bilden das Mittelfeld und vorn soll „der Pizarro der Lausitz“ Rangelov für weitere Tore sorgen. Toptorjäger Streli Mamba sitzt zunächst auf der Bank.

Die erste dicke Chance haben die Gäste nach einer Ecke, Spahic kann sich im Gedrängel nicht richtig durchsetzen, ein Schoppenhauer bekommt ihn im Strafraum vor die Füße und schießt! Die Robert Müller wirft sich in den Schuss und kann schlimmeres verhindern. Aus der Abwehraktion entspinnt sich aber auch der erste Konter für Energie über Viteritti und Gasula, Rangelov kommt nicht zum Abschluss, der Ball landet bei Weidlich der abzieht! Knapp zischt der Ball am rechten Pfosten vorbei. In der 6. Minute die nächste dicke Möglichkeit, Dimitar Rangelov bekommt die Kugel von Viteritti links toll vorgelegt, hat Platz in der Mitte und haut den Ball drüber. Da wäre mehr drin gewesen. Das Tempo ist von Beginn an hoch, Marcelo und Viteritti tanken sich nach zwölf Minuten sehenswert durch die Aalener Reihen, Jürgen Gjasula ist im Strafraum, bekommt den Ball und macht ihn zum 1:0 rein! Klasse Kombination im Vornherein! Die Gäste stecken aber nicht auf und kämpfen weiter. In der 24. Minute können sie sich an der Grundlinie durchsetzen und steckt in die Mitte durch, wieder ist Robert Müller da und grätscht dazwischen, Spahic hat den Ball, die Aalener hatten schon Jubelansätze gezeigt. Das nächste raunen lässt nicht lange auf sich warten, eine Bogenlampe von Sliskovic senkt sich auf den Energiekasten, Spahic hebt ab, aber der Ball klatscht nur auf die Latte. Cottbus ist nach der Führung nachlässiger geworden, sie täten gut daran den Druck wieder zu erhöhen.  In der 30. Minute wieder ein Aalener Angriff, Fennell wird von Schlüter im Strafraum gefoult, Schiedsrichter Storks zeigt auf den Punkt, wenig Proteste der Cottbuser gegen diese Entscheidung. Schlüter trifft Fennell an der Wade, vielleicht ein etwas theatralischer Niedergang, aber ein Ball war nicht in der Nähe. Sessa tritt an und macht ihn cool in die Tormitte, 1:1. Es hatte sich angedeutet, der FCE ließ nach der Führung zusehends nach. Vier Minuten später kommt Cottbus mal wieder vors Aalener Tor. Marcelo bereitet für Gjasula vor, doch der verzieht dieses Mal deutlich.

Bis zur Pause passiert nichts mehr, Energie hat stark angefangen und stark nachgelassen. Das 1:1 geht in Ordnung. Es gibt keine Wechsel zur Pause.

Die Gäste beginnen so, wie sie die erste Hälfte beendet haben, druckvoll. Spahic muss sich in der 47. Minute lang machen, bei der nachfolgenden Ecke kommt Schoppenhauer völlig frei zum Kopfball, er vergibt. Cottbus ist noch nicht wirklich aus der Kabine gekommen und Aalen hat in der 54. Minute bereits die nächste dicke Möglichkeit, ein Seitfallzieher geht nur knapp links an Spahics Tor vorbei. Nach vorn muss wieder mehr gehen, Streli Mamba soll dafür sorgen, in der 55. kommt er für Fabio Viteritti. Der macht sofort auf sich aufmerksam, ein Kopfball aus der zweiten Reihe geht erst drüber und der nächste nach Rangelovs Hereingabe knapp vorbei. Die dritte Möglichkeit folgt auf dem Fuße, die Aalener Abwehr kann aber gerade noch Ordnung in die eigenen Reihen bringen, Marcelos Schuss wird abgeblockt. Die Visiere sind in dieser Phase offen, beide Teams drängen nach vorne und suchen ihre Chancen. Keine drei Minuten später wieder Mamba, stark setzt er sich durch und schiebt den Ball an Bernhardt vorbei, Pfosten!! Energie ist wieder da, sie fighten wieder um jeden Ball, das wollen die 12.232 Fans und Trainer Pele Wollitz sehen. Cottbus drückt und Marcelo nach 66 Minuten mit der nächsten riesen Chance, Bernhardt hält das Unentschieden. Die Cottbuser 14 schnappt sich auch die Ecke, bringt sie scharf rein, Weidlich mit dem Kopf und wieder Bernhardt mit einem klasse Reflex wieder zur Ecke. Die bleibt aber ungefährlich. Danach wechselt Wollitz erneut, Luke Hemmerich kommt für Lasse Schlüter. Zu sicher sollte sich Energie nicht sein, nur eine Minute später ist Aalen durch, Spahic kann gerade noch zur Ecke klären. Es wird wild auf dem Platz, die Zweikämpfe werden hart geführt, ein Tor kann hier alles bedeuten. In der 77. Minute ist es eine Ecke von Marcelo, die scharf in den Fünfer kommt und Matuwila per Kopf zur erneuten Führung verwandelt! Diesmal ist Bernhardt chancenlos. Lars Bender kommt für die letzten Minuten und soll den Vorsprung mit absichern. 

Cottbus spult die Partie mit viel Einsatz runter und sichert sich den so wichtigen Dreier im Abstiegskampf. Auf den anderen Plätzen war es auch spannend, Energie ist mit 44 Punkten 15. und hat zwei Punkte Vorsprung vor Großaapach, einen vor Jena und ist punkt und fast torgleich mit dem Gegner des letzten Spieltags, Eintracht Braunschweig, wo es für beide Teams noch um alles geht.

Stimmen zum Spiel: 

VfR Aalen, Rico Schmitt: „Glückwunsch an Energie, Schlussendlich haben sie verdient gewonnen. Der letzte Wille war bei Energie mehr da als bei uns. Die Kulisse war fantastisch und auch das Wetter war für ein tolles Spiel in der dritten Liga genau richtig. Aber auch meine Mannschaft war gut drauf, wir wollten es Cottbus so schwer wie möglich machen. Das Team wollte das Spiel nochmal gewinnen und es nicht einfach abschenken. Ich habe heute ein leidenschaftlich spielendes Team VfR Aalen gesehen. Das macht mich ein wenig stolz.“

FC Energie Cottbus, Claus-Dieter Wollitz: „VfR Aalen hat von der ersten Minute gezeigt, dass sie sich nichts nachsagen lassen wollten. Das wünsche ich mir auch am 38. Spieltag. Das war ein rassiges Spiel, es war alles drin. Das letzte Momentum war für uns mit der Standardsituation. Mit Mambas Einwechslung haben wir nochmal nachgelegt und den Sieg hierbehalten. Wir sind bereit für kommenden Samstag mit dem Klassenerhalt aus Braunschweig wieder zu kommen. Das Team hat heute wieder den Willen gezeigt, die Klasse halten zu wollen.“

Energie Cottbus stellte nach dem Spiel einen neuen Sponsor vor, die Feldschlößchen-Brauerei wird ab der neuen Saison Biersponsor im Stadion der Freundschaft sein.

Mike Gärtner, Vorsitzender Feldschlößchen Brauerei: „Der Empfang heute war sehr emotional mit diesem Spiel. Energie Cottbus ist die Emotion in dieser Region. Als der Verein auf uns zugekommen ist, auf der Suche nach einem neuen Sponsor, haben wir gesagt, dass wir das gern machen. Es ist auch egal in welcher Liga der Verein in der kommenden Saison spielt, wir sind dabei. Wir sehen es als Partnerschaft und gehen durch dick und dünn. Für die nächsten drei Saisons sind wir dabei. Wir sind weiter bei Dynamo Dresden engagiert und verstehen uns als ostdeutsches Unternehmen, das der Region helfen will.“

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