Cottbus Montag, 04 Juli 2016 von Redaktion

Das neue Orientierungsstudium College+ der BTU geht an den Start

Das neue Orientierungsstudium College+ der BTU geht an den Start

Ein Studium aufzunehmen und sich erst in dessen Verlauf für einen Studiengang zu entscheiden – diese neue attraktive Möglichkeit bietet die BTU Cottbus–Senftenberg.

Zum bevorstehenden Wintersemester 2016/17 startet das College+ für technikinteressierte Studienanfänger. Das einjährige Vorstudium unterstützt die Studieninteressieren bei der Suche nach einem, ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechenden Studiengang. Dafür wählen sie Studiengangsmodule aus, die nach ihrer Entscheidung auf das jeweilige Fachstudium angerechnet werden.

Wer im College+ der BTU Cottbus–Senftenberg eingeschrieben ist, erhält über ein breit angelegtes Orientierungsangebot in Fachvorlesungen und durch Kontakte mit anderen Studierenden Einblicke in 15 technische Studiengänge der Universität. Darunter sind sowohl universitäre als auch fachhochschulische Studienangebote. Ebenso lernen die Studienanfänger im College+ das spätere berufliche Tätigkeitsfeld nicht nur theoretisch kennen. Denn fester Bestandteil des Vorstudiums ist es, Absolventen der Universität im Rahmen des sogenannten Job Shadowings an ihrem Arbeitsplatz zu begleiten.

Einen weiteren Schwerpunkt stellt die für technische Studiengänge wichtige Mathematik dar. Abhängig von ihren Vorkenntnissen wird den Studienanfängern empfohlen, entsprechende Mathematikmodule zu belegen. Im Modul "Schlüsselkompetenzen" werden die für das Studium notwendigen Kompetenzen und Techniken vermittelt. Diese erleichtern das spätere Fachstudium, das sich so effizienter gestalten lässt. Zudem werden die notwendigen sprachlichen Kompetenzen vermittelt. Im ersten und zweiten Semester können die Studierenden bis zu drei Studiengangsmodule aus dem gewünschten Fachstudium auswählen und bereits vor dem Studium absolvieren. Erfolgreich abgeschlossene Modulprüfungen werden im sich anschließenden Fachstudium angerechnet, das dann in folgenden universitären Studiengängen möglich ist: Architektur, Bauingenieurwesen, Stadt- und Regionalplanung, Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik, Informations- und Medientechnik, Medizininformatik, Umweltingenieurwesen, Landnutzung und Wasserbewirtschaftung sowie in den fachhochschulischen Studiengängen Elektrotechnik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen.

Prof. Dr.-Ing. Matthias Koziol, Vizepräsident der BTU Cottbus–Senftenberg für Lehre und Studium sagt dazu: "Mit dem neuen College+ ermöglichen wir Studieninteressierten einen strukturierten Studieneinstig, bei dem noch nicht endgültig die Entscheidung für einen der technischen Studiengänge gefallen ist. Es werden zudem die Grundlagen für ein Studium in der technischen Universität verbessert und berufsorientierende Veranstaltungen geboten. Die Studienanfänger gewinnen Einblicke in die Vielfalt der technischen Studiengänge und beruflichen Tätigkeitsfelder, eignen sich sinnvolles Wissen in Bereichen wie Selbst- und Zeitmanagement, Sprachen, wissenschaftliches Arbeiten an und gleichen gegebenenfalls Defizite aus. Wer sich also für ein technisches Studium interessiert und bezüglich des Studiengangs noch unschlüssig ist, sollte sich für das College+ an der BTU Cottbus–Senftenberg entscheiden. Nach spannenden zwei Semestern wird die Wahl nicht mehr schwer fallen."

"Das Konzept ist vorbildlich", erklärt Prof. Dr. Wilfried Müller, von 2007 bis 2011 Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und derzeitig Sprecher des Runden Tisches Ingenieurwissenschaften im Rahmen des Projektes "nexus - Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern" der HRK in Bezug auf das College+. "Es schließt an gelungene Versuche anderer technischer Universitäten an, vor allem an das MINT Kolleg Baden Württemberg, das gemeinsam vom Karlsruher Institut für Technologie und von der Technischen Universität Stuttgart betrieben wird. Bei Umsetzung des Konzeptes werden sich vermutlich die Erfolgs-Quoten in den Ingenieurwissenschaften noch deutlich erhöhen."

pm/red

Foto: Johannes Koziol

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