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Cottbus Mittwoch, 04 November 2015 von Redaktion

LHC Cottbus trifft auf Loitz - Der bange Blick zurück

LHC Cottbus trifft auf Loitz - Der bange Blick zurück

Der 14. März dieses Jahres war der endgültige Wendepunkt einer bis dahin fast märchenhaften Saison für den Lausitzer Handball Club Cottbus. Nach 16 Siegen in Folge, darunter das Drama vor 1.500 Zuschauern in der tobenden Lausitzarena gegen den späteren Meister Usedom, stürzt das junge LHC-Team über die schwere Verletzung von Leistungsträger Glenn Nietzel und die hohe innere und äußere Erwartungshaltung. Die letzte von drei Niederlagen zwischen dem 18. Und 21. Spieltag ist eine zu viel. Ohne seinen erkrankten Trainer Marcel Linge, verliert das Team beim HSV Peenetal Loitz mit 29:27. Das Trainerduo Melzer-Fürstenberg überbringt die schlechte Nachricht – der Aufstiegszug für den LHC ist abgefahren. Für die im Abstiegskampf befindlichen Peenetaler ist es dagegen die fast sichere Rettung. Von der Konkurrenz gibt es böse Vorwürfe, der LHC habe sich aufgegeben und betreibe Wettbewerbsverzerrung. Stimmung im Keller.

Ohne die gewechselten Leistungsträger Johannes Trupp, Robert Schulze und Kevin Lux und den noch immer an seiner Kreuzbandverletzung laborierenden Glenn Nietzel, ist der LHC Cottbus mit einer Niederlage und zwei Unentschieden schwer in die neue Spielzeit gestartet. Doch mit vier Siegen nach sieben Spielen und den Punktgewinnen gegen die Staffelfavoriten Altlandsberg, Werder und Neubrandenburg, hat die erneut stark verjüngte Cottbuser Mannschaft die Enttäuschung schnell abgeschüttelt. Zwei kämpferisch und spielerisch starke Leistungen daheim gegen Brandenburg und Bad Doberan stärken den Glauben an die eigene Chuspe. Die Nachwuchskräfte Max Berthold und Florian Weber gehören zu den Entdeckungen der ersten Spieltage und haben die Abgänge bereits jetzt fast vergessen gemacht. Dazu debütierte mit dem 17-jährigen Mark Hiesener, im letzten Spiel gegen den BFC Preussen, ein weiteres hoffnungsvolles Talent der Lausitzer Sportschule. Erneut ist alles möglich, erneut heißt der Gegener Peenetal Loitz. Nur das die Mecklenburger in dieser Saison in einer Spielgemeinschaft mit der Universität Greifswald antreten.

Erneut gesprengt wird zudem das Trainerteam – Falk Fürstenberg und Dieter Sklenar betreuen während dieser Woche das Team allein und müssen ohne Marcel Linge auskommen, der die Projekte junger Unternehmensgründer aus der Lausitz im Wirtschaftshotspot Stuttgart präsentiert.

Doch einen Sieg der Cottbuser vorausgesetzt, könnte es für den Abwesenden diesmal sogar einen Sprung nach oben in Tabelle zu feiern geben. Bei einem Sieg winkt Platz zwei!

Verstärkung erhält das Team dabei durch Robert Michling. Der zuletzt rot-gesperrte Routinier unterstützt seine Jungs, die sonst mit Ernst Efa nur noch einen Kreisläufer im Team haben, weil sich im Spiel bei Grün-Weiß Werder Markus Fischer eine schwere wie langfristige Knieverletzung zugezogen hat. Für Verein, Team und Fans heißt es gerade jetzt, eng beisammen zu stehen. Die sympathischen Gäste aus Loitz sind für ihre Geschlossenheit und Kampfstärke bekannt – für den LHC Cottbus könnte es in dieser Phase keine schwierigere Aufgabe geben. Die Zuschauer dürfen sich auf einen packenden Handballabend am Samstag freuen.

Anpfiff der Partie ist um 19 Uhr in der Lausitzarena.

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