Endlich gehts los. Nach der sechswöchigen Pause rollt der Ball im Stadion der Freundschaft wieder. Die Generalprobe gegen Champions-League Qualifikations-Teilnehmer Sparta Prag (2:6) ging zwar daneben, aber alle anderen Spiele wurden gewonnen. Krämer kann auf seinen gesamten Kader zurückgreifen, mit Ausnahme von Zeitz und Spahic, die sich im Aufbautraining befinden. Ein guter Start in die Jubiläumssaison ist auch ohne viele Worte wichtig, die Liga ist nach Krämers Aussage unberechenbar. Der Trainer hat sich in der Sommerpause noch einmal alle! 38 Ligaspiele seines Vereins angeschaut, mehr Fußballverrücktheit geht wahrscheinlich nicht.
Eine kleine Überraschung gab es in der Startformation, Mattuschka nahm vorerst auf der Bank Platz. Das dezentrale Mittelfeld ist mit Kauko und Djengoue komplett neu besetzt, ebenso wie die Sturmspitze, Breitkreuz soll für Tore sorgen. Hinten legte sich Krämer auf Daniel Lück im Tor fest, die Entscheidung war bis zuletzt sein Geheimnis.
Halle übernimmt am Anfang das Zepter, Osawe ließ aufhorchen, als er in der fünften Minute eine Flanke per Kopf an die Latte knallte. Nach knapp zehn Minuten wachte Energie auf, Michel kam über links, flankte nach innen wo Kaufmann mit rechts abzog. Engelhardt war noch dazwischen und entschärfte den Ball. Die darauffolgenden Minuten war Energie Cottbus am Drücker, Michel und Garbuschewski sorgten für weitere Chancen. Zwischen der 15. und 35. Minute blieben weitere Möglichkeiten auf beiden Seiten Mangelware ehe Breitkreuz alle aus den Halbzeitträumen holte. In der 37. kam er zentral an den Ball und zieht aus 25 Metern ab, sein Schuss senkt sich hinter dem chancenlosen Königshofer zum 1:0 ins Netz.
Die zweite Hälfte begannen beide Teams abwartend. Der Hallesche FC investierte etwas mehr, konnte aber aus dem Spiel heraus keine richtige Gefahr entwickeln, Standards auf beiden Seiten verfehlten die Tore teils deutlich. Erst in der 70. Minute kann sich Michel links stark durchsetzen, passt überlegt in die Mitte wo Breitkreuz im Strafraum wartet, sein Schuss geht knapp vorbei. Halle bleibt aber die feldüberlegene Mannschaft, dringt immer wieder bis zum FCE-Strafraum vor aber dann ist Feierabend. In der Schlussviertelstunde erhöhen die Gäste die Schlagzahl, was Michel in der 89. Minute bestraft. Er schnappt sich im Mittelfeld den Ball, geht zusammen mit dem eingewechselten Kyereh Richtung Strafraum, spielt zu seinem Teamkameraden, der den Ball nicht im Tor unterbringt. Königshofers Abwehr bekommt Michel wieder vor die Füße und macht das entscheidende 2:0. In der Nachspielzeit fängt sich der Joker noch eine rote Karte, als er sich von Engelhardt provozieren lässt und ihn beiseite schubst. Der Hallenser sieht dafür gelb-rot.
Alle Szenen des Spiels seht ihr nochmal bei uns in der Spielzusammenfassung.
Stimmen zum Spiel:
FC Energie Cottbus Trainer Stefan Krämer: „Ich denke auch das es ein gutes Spiel war. Das erste Spiel ist ja immer ein wenig eine Wundertüte. Mit der ersten Halbzeit bin ich zufrieden, nach der zähen Anfangsphase sind wir gut ins Spiel gekommen. Als wir den Zugriff aufs Spiel verloren hatten machen wir das 1:0. In Hälfte zwei haben wir wenig zugelassen aber auch nach vorn zu wenig gemacht. Die Spielkontrolle ist ein wenig abhanden gekommen, was der guten Leistung der Hallenser geschuldet ist. Die Aktion zur roten Karte habe ich ebenfalls nicht mitbekommen und muss mit dem Kyereh erst mal sprechen.“
Hallescher FC Trainer Sven Köhler: „Natürlich sind alle froh gewesen das die Saisonvorbereitung vorbei ist. Ich denke das wir ein ordentliches Drittligaspiel gesehen haben. Beide Mannschaften haben nach vorn gespielt. Ich glaube das 1:0 für die Cottbuser ist aus einer Situation gefallen, wo wir es als Mannschaft verpasst haben zu reagieren. Vorher und hinterher waren wir gut im Spiel. Auch in der zweiten Halbzeit hatten wir unsere Szenen. Michel war immer wieder gefährlich. Uns haben die Abschlüsse gefehlt. Als wir das Risiko immer weiter erhöht haben wurden wir mit dem 0:2 bestraft. Ein wenig schade ist die Aktion zum Schluss mit der gelb-roten und roten Karte. “
Fotos: Christiane Weiland
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