Zöllner einer mobilen Kontrolleinheit des Hauptzollamts Frankfurt (Oder) führten am Donnerstag Kontrollen auf der Autobahn 15 durch.
Gegen 7:15 Uhr wählten sie einen in Polen zugelassenen Kleintransporter in Fahrtrichtung der Bundesgrenze aus und stoppten diesen an der Abfahrt Forst für eine Zollkontrolle.
In dem Fahrzeug befanden sich neben dem 23-jährigen polnischen Fahrer fünf weitere polnische Staatsangehörige, die auf dem Rückweg von ihren Arbeitsstellen in den Niederlanden nach Polen waren. Die Kontrolle der Personen und ihres Reisegepäcks verlief ohne Beanstandungen.
Bei der Überprüfung von mehreren Gepäckstücken, die der Fahrer zusätzlich als Kuriergepäck mitführte, stutzen die Zöllner dann aber doch. Bei der Röntgenkontrolle der Gepäckstücke stellten sie einen gefüllten Hohlraum in einem aus drei Bildern bestehenden Paket fest. „Nachdem die Zöllner das Paket geöffnet hatten, stellten sie fest, dass beim mittleren Bilderrahmen das Bild entfernt wurde“, sagte Andreas Behnisch, Pressesprecher des Hauptzollamts Frankfurt (Oder). „Der so entstandene Hohlraum wurde dann mit insgesamt sechs vakuumverschweißten Folienbeuteln mit Marihuana gefüllt“.
Bei der weiteren Kontrolle des Kuriergepäcks, bei der auch Zollhund „Falko“ sein Können unter Beweis stellte, fanden die Zöllner weitere 15 Folienbeutel mit Marihuana in den Einzelteilen von zwei zerlegt transportierten Kinderstühlen und in einer Spielkasse.
Insgesamt beschlagnahmten die Zöllner bei der Kontrolle des Fahrzeugs 3,5 Kilogramm Marihuana mit einem Marktwert von mehr als 10.000 Euro.
Der 23-jährige Fahrer des Transporters konnte nach Abschluss der Kontrolle und seiner Vernehmung seine Reise fortsetzen. Er wird sich allerdings in naher Zukunft vor Gericht wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen
Die weiteren Ermittlungen zum Sachverhalt führt das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg.
Quelle: Hauptzollamt Frankfurt (Oder)




