Brandenburg Dienstag, 06 Oktober 2020 von Redaktion / Presseinfo

Warnstreik im öffentlichen Dienst: Südbrandenburg am Donnerstag betroffen

Warnstreik im öffentlichen Dienst: Südbrandenburg am Donnerstag betroffen

In Südbrandenburg kann es am Donnerstag zu Einschränkungen und längeren Wartezeiten bei Kommunal- und Bundesbehörden kommen. Die Gewerkschaft Ver.di ruft die Tarifbeschäftigten, Auszubildenden und Praktikanten in den Kommunen und in den Bundesbehörden in der Region zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Betroffen sind unter anderem die Stadtverwaltung Cottbus mit ihren Einrichtungen und städtischen Eigenbetrieben, die Verwaltung und die Eigenbetriebe des Landkreises Spree-Neiße, die Bundesknappschaft-Bahn-See, die Agentur für Arbeit und die Jobcenter. 

Die Gewerkschaft Ver.di teilte weiter dazu mit: 

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Tarifbeschäftigten, Auszubildenden und Praktikanten in den Kommunen und in den Bundesbehörden in Südbrandenburg am Donnerstag, dem 8. Oktober 2020 zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Vom Streik betroffen sind u. a. die Beschäftigten in der Stadtverwaltung Cottbus mit ihren Einrichtungen und städtischen Eigenbetrieben, die Verwaltung und die Eigenbetriebe des Landkreises Spree-Neiße, die Bundesknappschaft-Bahn-See, die Agentur für Arbeit und die Jobcenter. Die Beschäftigten aus weiteren Städten und Landkreisen in Südbrandenburg sind ebenfalls zum Streik aufgerufen. Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich darauf einstellen, dass am Streiktag die Bürgerdienstleistungen nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.

Streikkundgebung in Cottbus // 4,8 mehr Gehalt

Die Streikteilnehmer/innen treffen sich ab 10:00 Uhr vor dem Gebäude der Bundesknappschaft in Cottbus zu einer Demonstration durch die Stadt Cottbus. Danach gibt es eine Abschlusskundgebung vor dem Stadthaus in Cottbus auf dem Erich-Kästner-Platz. An dieser Kundgebung nehmen auch der ver.di-Landesbezirksleiter Frank Wolf sowie seine Stellvertreterin Andrea Kühnemann teil. ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde Gehaltserhöhungen von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro monatlich. Außerdem werden die Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 100 Euro sowie Regelungen zur Übernahme von Auszubildenden und Angleichung des Erholungsurlaubes an das Niveau der Beschäftigten gefordert. Bei der Tarifrunde 2018 wurde vereinbart, dass 2022 in Ost und West die gleiche Jahressonderzahlung gezahlt wird. „Es sind die Bürgermeister und Landräte selbst, die auch im Land Brandenburg 30 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht mit der Angleichung der Arbeitsbedingungen in die Gänge kommen. Sie haben im Kommunalen Arbeitgeberverband Sitz und Stimme und verhindern aus Kostengründen die Einheit im Portemonnaie und bei der Arbeitszeit. Die Bürgermeister und Landräte in den neuen Bundesländern haben es selbst in der Hand, ob ihre Beschäftigten weiterhin als Arbeitnehmerinnen zweiter Klasse behandelt werden“, sagt Frank Wolf, ver.di-Landesbezirksleiter. Die Arbeitgeberseite hat auch in der zweiten, bundesweiten Tarifrunde am Wochenende 20./21. September 2020 kein Angebot vorgelegt. Diese Tatsache ist der Anlass für bundesweite Warnstreiks, die in diesen Tagen laufen.

Red. / Presseinfo

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