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Brandenburg Donnerstag, 16 Juli 2020 von Redaktion/Presseinfo

Brandenburg: Bauen in der Hauptstadtregion bleibt teuer

Brandenburg: Bauen in der Hauptstadtregion bleibt teuer

Im Mai 2020 lagen die Preise für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) in Berlin im Durchschnitt um 4,7 Prozent und in Brandenburg um 4,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Damit blieb der Preisauftrieb am Bau weiter auf hohem Niveau, entwickelte sich jedoch in beiden Bundesländern unterschiedlich, teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit.

Weiter teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg dazu mit:

Im Februar 2020 hatte die jährliche Zunahme in Berlin 5,1 Prozent und in Brandenburg 4,5 Prozent betragen. Gegenüber dem Vorberichtsmonat Februar 2020 erhöhten sich die Baupreise in Berlin um 0,5 Prozent und in Brandenburg um 1,1 Prozent. Nachdem die Baupreise in Berlin 2019 durchschnittlich um rund 5 Prozent und in Brandenburg um rund 6 Prozent gestiegen waren, fiel der Preisauftrieb binnen Jahresfrist auch im Mai 2020 in beiden Bundesländern geringer aus. So sank die Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Berlin erstmals seit August 2019 unter die 5-Prozent Marke, während die Preisentwicklung in Brandenburg bereits im Vorberichtsmonat unter diesen Wert fiel. Ursache der Preisentwicklung gegenüber Mai 2019 war ein deutlicher Preisanstieg sowohl für Roh- als auch für Ausbauarbeiten, wobei sich der Ausbau weiterhin stärker verteuerte als der Rohbau.

Nennenswerte Preiserhöhungen unter den Bauarbeiten gegenüber Mai 2019 gab es in Berlin bei Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden mit 7,6 Prozent sowie bei Metallbauarbeiten mit 7,2 Prozent. Auch Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen sowie Tischlerarbeiten verzeichneten mit 6,8 Prozent bzw. mit 6,7 Prozent einen kräftigen Anstieg. In Brandenburg stiegen unter anderem die Preise für Nieder- und Mittelspannungsanlagen um 12,2 Prozent, für Erdarbeiten um 7,1 Prozent und für Metallbauarbeiten um 6,2 Prozent. Mauer- und Betonarbeiten, die Bauarbeiten mit dem größten Anteil am Neubau für Wohngebäude, verteuerten sich binnen Jahresfrist in Berlin um 2,3 Prozent bzw. 3,2 Prozent und in Brandenburg um 4,6 Prozent bzw. 2,7 Prozent. Günstiger als vor einem Jahr waren in Berlin lediglich Gerüstarbeiten mit einem Rückgang um 2,0 Prozent. In Brandenburg sanken beispielsweise die Preise für Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten um 9,4 Prozent. Auch die Preise für Nichtwohngebäude, die Instandhaltung und den Straßenbau lagen weiterhin deutlich über denen im Mai 2019.

Presseinfo/ Red.

 

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