Brandenburg Dienstag, 31 März 2020 von Redaktion

Lernen von zu Hause: Landesschülerrat fordert bessere digitale Infrastruktur

Lernen von zu Hause: Landesschülerrat fordert bessere digitale Infrastruktur

Aufgrund der neuartigen Corona-Pandemie steht im Land Brandenburg das öffentliche Leben still. Das gilt auch für die Schulen und damit die rund 280.000 Schüler*innen. Nun ist Homeschooling angesagt. Dazu meint Nele Dreizehner, Sprecherin des Landesschülerrates: “Die Lage, in der sich Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern im Moment befinden, ist für niemanden leicht. Ich glaube nicht, dass irgendein*e Lehrer*in während seines*ihres Studiums gelernt hat, wie Schüler*innen über Wochen hinweg von zuhause aus unterrichtet werden können.”

Vorbereitung für Prüfungen muss gewährleistet sein

"Dennoch ist es wichtig, dass alle Schüler*innen weiterhin Wissen vermittelt bekommen. Besonders bei den Schüler*innen, die dieses Jahr ihre Prüfungen schreiben, muss weiterhin die erforderliche Vorbereitung gewährleistet sein. Doch genau das geschieht aus der Sicht von einer Vielzahl an Schüler*innen nicht in ausreichendem Maße. Zwischen dem alleinigen Aufgaben erledigen und einer Unterrichtsstunde befinden sich Welten.”, so Moritz Mosch, stellvertretender Sprecher des Landesschülerrates Brandenburg. "Deswegen sind jetzt das Ministerium, Schulen und Lehrer*innen gefragt, kreative und effektive Lösungen zu finden, damit kein*e Schüler*in auf der Strecke bleibt. Dazu muss ein Schwerpunkt auf dem schnellen Ausbau der digitalen Infrastruktur gesetzt werden. So fordert der LSR beispielsweise eigene E-Mailadressen für alle Schüler*innen, da so nicht nur besser zwischen schulischen und privaten Anliegen unterschieden werden kann, sondern auch ein einheitliches System für alle entsteht." heißt es vom Landesschülerrat. 

Gute Beispiele in Brandenburg

Weiter sagen sie: "Trotz aller Kritik muss aber klar gesagt werden, dass es auch Schulen, wie das Gymnasium “Alexander von Humboldt” in Eberswalde oder das Gymnasium Wandlitz gibt, die ein gutes System gefunden haben, das sowohl Lehrer*innen als auch Schüler*innen in einem guten Maße arbeiten lässt. Mit der Lernplattform der Bildungsinitiative Barnim arbeiten aktuell viele Schulen aus dem Barnim. Es gibt die Möglichkeit, über diese Plattform Dokumente auszutauschen, Nachrichten zu schreiben und mit den Kursen via Videokonferenzen in Kontakt treten." Deshalb fordert Nele Dreizehner: “Wir sollten uns nicht an Problemen aufhalten, sondern uns an Allem, was gut läuft, orientieren und es an anderen Schulen übernehmen.“

Abschließend: "Damit sich die Lage aber so schnell wie möglichst bessern kann, ist es uns als LSR ein persönliches Anliegen dazu aufzurufen, eure/Ihre physischen Kontakte so stark wie möglich zu reduzieren und die von der Landesregierung beschlossenen Maßnahmen ernst zu nehmen."

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