Brandenburg Mittwoch, 05 Juni 2019 von Redaktion

Update: Unermüdlicher Kampf gegen Waldbrand bei Frankenförde

Update: Unermüdlicher Kampf gegen Waldbrand bei Frankenförde

Update: Seit Montagnachmittag hält der Waldbrand bei Frankenförde in der Nähe von Jüterbog die Feuerwehrkräfte aus der Region in Atem. Die Lage entschärft sich wegen der anhaltenden Hitze derzeit nicht. Wie der Landkreis Teltow-Fläming am Mittag mitteilte, sind rund 550 Hektar Waldfläche betroffen. Die Rauchentwicklung ist weiterhin stark, deshalb sind Anwohner aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Rund 120 Kräfte aus der Umgebung sind im Einsatz. Die Versorgungseinheit des Katastrophenschutzes aus Hennickendorf versorgt die Kräfte mit belegten Brötchen und Getränken. Zudem wurden zahlreiche Spenden aus der Bevölkerung vorbeigebracht. Auch heute sind wieder zwei Löschhubschrauber der Bundespolizei im Einsatz. Munitionsbelastete Flächen und drehende Winde erschweren seit Beginn die Löscharbeiten. Seit heute sind Feuerwehren aus den Kreisen Märkisch-Oderland und Elbe-Elster zur Unterstützung und Ablösung vor Ort.

 

 

Der Landkreis teilte zudem mit:

Vom Flugzeug aus wurden der Einsatzleitung drei weitere Brandstellen gemeldet, die sich in der Nähe befinden. Ein weiteres Feuer brennt nach wie vor bei Hennickendorf auf einer Fläche von ca. 60 Hektar. Es ist jedoch unter Kontrolle. Rund 120 Einsatzkräfte sind mit 20 Fahrzeugen vor Ort und unternehmen alles Menschenmögliche, um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern. Das ist angesichts wechselnder Winde eine große Herausforderung. Mit im Einsatz sind auch zwei Löschhubschrauber der Bundespolizei. Wie gestern unterstützen zudem Agrargenossenschaften der Region mit der Bereitstellung von Löschfässern. Da es auf Kampfmittelverdachtsflächen brennt, kann nur von beräumten Wegen und Schutzstreifen aus gelöscht werden. Im Einsatz sind Feuerwehren aus verschiedenen Kommunen des Landkreises, die aktuell von der Brandschutzeinheit des Landkreises MOL unterstützt werden. Die Kameradinnen und Kameraden werden von der Versorgungseinheit des Katastrophenschutzes aus Hennickendorf mit belegten Brötchen und Getränken versorgt.

Wie bereits in den vergangenen Tagen gibt es eine starke Rauchentwicklung. Deshalb werden Anwohnerinnen und Anwohner gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und den Aufenthalt im Freien auf das nötige Maß zu beschränken. Wegen des Windes sind Rauch und Brandgeruch weit über die Grenzen des Landkreises Teltow-Fläming hinaus zu bemerken. Die Kreisstraße K 7218 zwischen Frankenförde und Felgentreu bleibt weiter gesperrt. Der Innenminister des Landes Brandenburg, der Landesbranddirektor, Landrätin Kornelia Wehlan und Kreisbrandmeister Gausche sind vor Ort bzw. auf dem Weg, um sich ein aktuelles Bild von der Lage zu machen.

Die Stadt Finsterwalde teilte mit:

Nachdem bei der Eindämmung des Waldbrandes bei Jüterbog im Landkreis Teltow-Fläming erste Erfolge erzeilt werden konnten, findet nun die weitere Absicherung des Brandortes statt, um ein erneutes Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Dabei unterstützen auch sechs Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Finsterwalde. Mit dem Einsatzleitwagen (ELW 1) und dem Tanklöschfahrzeug (TLF) treffen die Finsterwalder heute Nachmittag in Jüterbog ein. Bürgermeister Jörg Gampe: „Bereits im vergangenen Jahr haben unsere Kameradinnen und Kameraden neben ihren vielen Einsätzen in unserer Stadt auch überregional und im Rahmen der Stützpunktfeuerwehr großes Engagement gezeigt. Beim Waldbrand in Treuenbrietzen war die Belastungsgrenze mehr als erreicht. Dass sie nun auch die ehrenamtlichen Einsatzkräfte in Jüterbog unterstützen ist aus kameradschaftlicher Sicht selbstverständlich und dennoch ist ihr ehrenamtlicher Einsatz mehr als außergewöhnlich. Bereits jetzt möchte ich allen daher ein großes Dankeschön aussprechen.“

In einem kleinen, schwer zugänglichen Bereich des Waldes bei Jüterbog brennt es bisher noch immer, sodass unter anderem mit Hilfe des Tanklöschfahrzeugs durch die Einsatzkräfte aus Finsterwalde weiteres Löschwasser zugebracht wird.Durch die anhaltende Hitze bleibt die Waldbrandsituation in der Region weiterhin äußerst angespannt. In 15 von 16 Brandenburger Landkreisen gilt die höchste Gefahrenstufe 5. Zwar sind vereinzelte Gewitter in Sicht, ein flächendeckender Regen wird jedoch nicht erwartet, sodass die gesamte Bevölkerung weiterhin um erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht gebeten wird.

 

red/ Presseinfo

Foto: Landkreis Teltow-Fläming | Norman Brandt

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