Axel Graf Bülow: „zwangsweise Abschaffung von Bargeld käme einer Enteignung gleich“
Die Freien Demokraten lehnen Forderungen nach einer Abschaffung von Bargeld in Deutschland entschieden ab. „Bargeld abzuschaffen, um Drogenhandel oder Schwarzarbeit einzudämmen ist ebenso unsinnig, wie das Auto abzuschaffen, um Verkehrsunfälle zu vermeiden“, so der Landesvorsitzende Axel Graf Bülow zu den jüngsten Äußerungen des Volkswirtschaftsprofessors Bofinger. Er hatte für die Abschaffung von Bargeld geworben, um „illegale Märkte auszutrocknen“.
Die Haltung der Befürworter zeige ein bedrückendes Freiheitsbild, so Graf Bülow. Transparenz sei wichtig, aber es dürfe nicht um die Transparenz des Bürgers vor dem Staat gehen, sondern um die Transparenz des Staates vor dem Bürger. „Durch die derzeitige Niedrigzinspolitik mit der Einführung von Negativzinsen käme eine solche Umstellung gleichzeitig einer Enteignung gleich“, so der Liberale..=0DBargeld sei auch ein Stück gedruckter Freiheit. Ohne Bargeld sei eine Totalüberwachung der Bürger möglich. „Hinter dem Vorschlag steckt doch die Idee, jeder Bargeldnutzer sei potentiell ein Verbrecher. Das ist nicht unser Menschenbild“, so Graf Bülow.
Die Liberalen fordern, dass weiterhin jeder selbst entscheiden darf, in welcher Form er bezahlt. „Ich erwarte von der Datenschutzbeauftragten des Landes deutliche Worte dazu. Danach sollte die Diskussion so schnell wie möglich beendet werden“, so Graf Bülow.
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Quelle & Foto: FDP













