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Brandenburg Mittwoch, 24 Juli 2013 von Helmut Fleischhauer

Reporter ohne Grenzen - Haben Sie davon schon gehört?

Reporter ohne Grenzen - Haben Sie davon schon gehört?

"Reporter ohne Grenzen" ist ein gemeinütziger Verein, der für Pressefreiheit kämpft. Weltweit und für alle Medien.
Ihr Kampf beschränkt sich nicht nur auf 'Dritte-Welt-Länder" oder Diktaturen. Auch hier bei uns werden Journalisten, Bürgerreporter und Blogger immer wieder verfolgt. Bei uns mit Rechtsmitteln, auch schon mal mit anonymen Drohungen.
Erst am 13. Juli wurde ein Freispuch gegen zwei Journalisten in Dresden rechtskräftig.
"Thomas Datt und Arndt Ginzel hatten 2008 über angebliche Kontakte hochrangiger sächsischer Justizbeamter ins Leipziger Rotlichtmilieu berichtet und waren im August 2010 wegen übler Nachrede vom Amtsgericht Dresden zu einer Geldstrafe von jeweils 2500 Euro verurteilt worden. Im darauf folgenden Berufungsprozess sprach das Dresdner Landesgericht die beiden Journalisten im November 2012 frei, die Staatsanwaltschaft legte jedoch Revision ein.
„Der endgültige Freispruch kam für uns völlig überraschend“, sagte Arndt Ginzel gegenüber Reporter ohne Grenzen. Die Organisation hatte den Prozess, der sich über Jahre hinzog, wiederholt heftig kritisiert."
„Wir sind sehr erleichtert über diese Nachricht“, sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske. „Der Freispruch ist ein ermutigendes Signal an alle Journalisten, die Missstände aufdecken. Sie dürfen nicht durch Strafverfahren eingeschüchtert werden.“
Es gibt also nicht nur rohe Gewalt oder Gefängnis, subtilere Methoden funktionieren ja auch um Unliebsame mundtot zu machen.
Seit es NIEDERLAUSITZ aktuell gibt, bekam ich mehrfach anonyme Anrufe mit Beschimpfungen wegen meiner Kommentare. Nur einmal wurde mir gedroht. Ich solle doch mein loses Mundwerk zügeln, sonst würde ich eines Tages im Krankenhaus erwachen.
Seit März des Jahres ist Benjamin Andriske der Herausgeber von NIEDERLAUSITZ aktuell.
Behalte Deinen aufrechten und stolzen Gang, Ben ... und wenn es mal heftig wird, ruf mich an. Wir und alle aktiven Bürgerreporterinnen und Bürgerreporter schaffen das schon.
Wir müssen das Recht der Pressefreiheit im Anspuch nehmen, auch wenn es nicht allen Leserinnen und Lesern gefällt. Es ist wichtig für eine Demokratie.
Wenn Sie, verehrte Leserinnen und Leser der Ansicht sind, dass Pressefreiheit ein hohes Gut ist und nicht ohne Grund im Grundgesetz verankert ist, unterstützen Sie "Reporter ohne Grenzen".
.. und beteiligen Sie sich aktiv bei NIEDERLAUSITZ aktuell.
Bildunterschrift: Ohne Information hälst Du das vielleicht für ein Feuerwerk; © Reporter ohne Grenzen

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