Am Sonntagabend nahmen Frankfurter Bundespolizisten einen mit zwei Haftbefehlen gesuchten Dieb fest. Die Beamten hatten den 36-jährigen Polen gegen 21:30 Uhr auf dem Rastplatz Biegener Hellen an der Bundesautobahn 12 kontrolliert. Die Überprüfung ergab, dass ein Untersuchungshaftbefehl der Kölner Staatsanwaltschaft gegen den Mann vorlag. Grund für den Haftbefehl war der gemeinschaftlich begangene Einbruch in ein Kölner Juweliergeschäft im August 1996, bei dem Schmuckstücke im Wert von ca. 300.000 Euro entwendet wurden.
Damals konnte der Mann bereits kurz nach der Tat am ehemaligen deutsch-polnischen Grenzübergang in Guben mit einem Teil der Beute im Wert von ca. 62.000 Euro zwar erwischt, aber auf polnischem Hoheitsgebiet nicht festgenommen werden. Im März 2001 wurde der Mann dann zur Festnahme ausgeschrieben.
Auch die Staatsanwaltschaft Weiden (Bayern) suchte den 36-Jährigen mit einem Untersuchungshaftbefehl. Dieser war wegen mehrerer Einbruchdiebstähle, als Mitglied einer Bande erlassen worden. Bei den Diebstählen wurden Sachen im Gesamtwert von ca. 200.000 Euro erbeutet.
Gestern Vormittag erfolgte die Verkündung der zwei U-Haftbefehle durch den zuständigen Haftrichter am Frankfurter Amtsgericht. Gegen 14:00 Uhr brachten Bundespolizisten den Mann in die Justizvollzugsanstalt in Frankfurt (Oder).
Quelle: Bundespolizeidirektion Berlin
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