Brandenburgs Freiwilligen Feuerwehren fehlt der Nachwuchs
Analog zu anderen Bereichen, haben auch die Freiwilligen Feuerwehren im Land Brandenburg mit sinkenden Mitgliederzahlen zu kämpfen. Sind es derzeit noch etwa 45.000 Mitglieder, wird diese Zahl bei anhaltender Entwicklung auf 35.000 Mitglieder im Jahr 2020 sinken. Für viele Wehren bedeutet das, dass sie insbesondere tagsüber nicht mehr einsatzfähig sind. Die Jugendfeuerwehr steht hier in direkter Konkurrenz zu Sportvereinen und sonstigen Freizeitaktivitäten der jungen Menschen. Auch andere von Ehrenämtlern getragene Institutionen verlieren an Mitgliedern. Ein wesentlicher Grund hierfür liegt auch in der mangelnden Berührung vieler Schüler mit den Möglichkeiten in ihrer direkten Nähe.
Daher schlägt die Jungen Union die stärkere Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichen Organisationen wie der Freiwilligen Feuerwehr und den Kindertagesstätten und Schulen vor. Die Gemeinden sind in ihrem eigenen Interesse aufgefordert, diese Arbeit zu fördern und zu unterstützen. Hierbei könnte, in einem Projekttag oder einem -Vormittag ehrenamtlichen Institutionen die Möglichkeit geboten werden, sich an Schulen vorzustellen und gemeinsame Erlebnisse, aber auch die Bedeutung der eigenen Tätigkeit zu vermitteln. Viele Schulen in Brandenburg arbeiten im Ganztagsbetrieb, sodass es darüber hinaus ermöglicht werden könnte, regelmäßig wöchentlich eine Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehr anzubieten. Durch dieses Angebot könnten Jugendliche frühzeitig in positive Gemeinschaftsstrukturen eingebunden und das Ehrenamt gestärkt werden.
Die Junge Union Brandenburg sieht ehrenamtliche freiwillige Leistungen als unverzichtbar an. Diese müssen auch durch das Land gefördert werden. Dazu gehört die steuerliche Berücksichtigung der Tätigkeiten. Allerdings bleibt in der Breite vielen unklar, welche Möglichkeiten bestehen, sich einzubringen und welche Vorteile damit verbunden sind. Daher ist es notwendig, frühzeitig, z.B. in der Schule, im Internet und bei öffentlichen Veranstaltungen über die zur Verfügung stehenden Ehrenämter zu informieren und herauszustellen, dass nicht nur das gesellschaftliche Ansehen und der Hilfsdienst, sondern auch Vorteile in der Ausgestaltung im Lebenslauf zu den positiven Folgen einer Eigenbeteiligung gehören.
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Quelle: Junge Union Landesverband Brandenburg













