Auf die ersten Symptome achten und umgehend die 112 anrufen – Stroke Unit im CTK hat vielbeachtete Therapieerfolge aufzuweisen
Schlaganfall – das ist eine Herausforderung für das Team der Stroke Unit des Carl-Thiem-Klinikums Cottbus buchstäblich an jedem Tag des Jahres. Rund 800 Patienten werden in jedem Jahr in dieser Spezialstation der Klinik für Neurologie behandelt. Der Weltschlaganfalltag am 29. Oktober macht auf eine der größten Volkskrankheiten in Deutschland aufmerksam, von der alljährlich rund 270 000 Menschen in Deutschland betroffen sind. Am 30. Oktober findet dazu im CTK eine Informations- und Aufklärungsveranstaltung statt.
„Mit jedem Patienten, der im Hubschrauber oder im Rettungswagen zu uns kommt“, so Oberärztin Dr. Antje Herwig, „beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Wenn es gelingt, die Spanne zwischen dem ersten Auftreten der Symptome und dem Beginn einer hochqualifizierten Behandlung in der Klinik so kurz wie möglich zu halten, können wichtige Körperfunktionen wie Sprechen und Laufen erhalten oder wiedergewonnen werden.“
Die Stroke Unit, über die das CTK seit 2006 verfügt, bündelt die Kompetenz verschiedener Experten. Neurologen, Radiologen, Kardiologen, Neurochirurgen, Gefäßchirurgen, spezialisierte Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sprachtherapeuten, Neuropsychologen und Sozialarbeiter arbeiten dabei mit gezielter Diagnostik und Therapie Hand in Hand.
Dazu die Oberärztin: „Mit unserem Konzept und den Behandlungsergebnissen liegen wir im Europa-Vergleich sehr weit vorn.“ Beispielhaft ist die so genannte Lyse-Therapie, die bei einem Teil der Patienten in einem Zeitfenster von vier und einer halben Stunde nach Auftreten der Symptome angewendet werden kann. „Hier haben wir eine Rate von 19
Prozent, das ist deutlich mehr als im Deutschlanddurchschnitt“, so die Ärztin.
Seit mehr als einem Jahr schließt sich im CTK an die Akutbehandlung auch eine Frührehabilitation an, eine weitere Maßnahme, die die rasche Wiederherstellung der Gesundheit fördert.
Die Ärztin wünscht sich vor allem, dass stärker auf die Symptome eines Schlaganfalls geachtet und reagiert wird: halbseitige Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühle, Sprach- und Verständnisstörungen, Sehstörungen und Schwindelgefühle. „Nicht lange warten und schnellstmöglich die Notfallnummer 112 anrufen“, rät Dr. Herwig.
Dazu findet am 30. Oktober 2014 von 15:00 Uhr – 16:30 Uhr im Carl-Thiem-Klinikum Cottbus, Hörsaal Altbau, eine Informations- und Aufklärungsveranstaltung statt.
Quelle: CTK Cottbus




