An der BTU Cottbus-Senftenberg hat ein neuer Dualer Masterstudiengang für das Lehramt Primarstufe begonnen. 39 Studierende wurden am Donnerstag am Campus Senftenberg zum Auftakt begrüßt – von Wissenschaftsministerin Manja Schüle, Bildungsminister Gordon Hoffmann und BTU-Vizepräsident Peer Schmidt. Das Besondere: Studium und Vorbereitungsdienst laufen parallel. Der Studiengang verbindet eine wissenschafts- und forschungsorientierte Ausbildung mit einem studienbegleitenden, 24-monatigen Vorbereitungsdienst. Die BTU vermittelt die fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen, grundschulpädagogischen und bildungswissenschaftlichen Inhalte; das Pädagogische Zentrum Cottbus des Landesinstituts LIBRA begleitet den Vorbereitungsdienst mit Coaching und Fachseminaren. An Ausbildungsschulen sammeln die Studierenden Praxis – von Hospitationen bis zum eigenständigen Unterricht.
„Nahtloser Wechsel in den Schuldienst“
Bildungsminister Gordon Hoffmann sprach von einer „Win-win-Situation“: Die Studierenden absolvierten ihren Vorbereitungsdienst parallel zum Studium und könnten „nahtlos in den Schuldienst wechseln“, die Schulen erhielten früh Unterstützung und gewännen womöglich künftige Kolleginnen und Kollegen. Wissenschaftsministerin Manja Schüle hob das Tempo des Aufbaus hervor: Dass die BTU das Angebot in weniger als zwölf Monaten geschaffen habe, heiße in der Landesverwaltung inzwischen „Senftenberg-Tempo“ – „das höchste Lob, das es gibt“.
Grundschul-Lehramt in Senftenberg wächst
Das Grundschulstudium in Senftenberg war auf Initiative von Ministerin Schüle in weniger als einem Jahr aufgebaut worden, in Abstimmung mit dem Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZeLB) der Universität Potsdam. Die ersten 64 Studierenden starteten im Wintersemester 2023/24 mit der Fächerkombination Deutsch und Mathematik. Inzwischen sind 13 Fächerkombinationen möglich, darunter auch Sorbisch/Wendisch; derzeit studieren rund 360 junge Menschen in Senftenberg auf Lehramt. Für den Aufbau stellt das Wissenschaftsministerium der BTU in diesem Jahr rund 3,8 Millionen Euro bereit.
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