Das Sana-Herzzentrum Cottbus bekommt eine neue Spitze: Markus Lehnigk, bisher Kaufmännischer Direktor, übernimmt die Geschäftsführung der Spezialklinik. Sein Vorgänger Marc Bernstädt rückt in die neu geschaffene Regionalgeschäftsführung Ost auf und verantwortet dort künftig zwölf Krankenhausstandorte zwischen Berlin und Leipzig. Lehnigk gestaltet die Entwicklung des Herzzentrums seit dreieinhalb Jahren mit und übernimmt die Leitung damit aus den eigenen Reihen. „Ich übernehme Verantwortung für ein Haus, dessen außergewöhnliche Stärke ich seit dreieinhalb Jahren jeden Tag erleben darf“, wird er in der Mitteilung zitiert. Zugleich verwies er auf die Herausforderungen durch Krankenhausreform, Beitragssatzstabilisierung und Fachkräftemangel, die „klare Entscheidungen“ verlangten.
Neue Regionalstruktur bei Sana
Marc Bernstädt, bislang Geschäftsführer des Cottbuser Herzzentrums und Cluster-Geschäftsführer für Brandenburg Süd, trägt als Regionalgeschäftsführer Ost künftig die strategische Gesamtverantwortung für zwölf Klinikstandorte südlich von Berlin bis Leipzig. Dazu gehören die Versorgungscluster Brandenburg Süd und Sachsen sowie die beiden Herzzentren in Sana-Trägerschaft in Cottbus und Dresden. Dem Süden Brandenburgs bleibt Bernstädt eng verbunden: Die Sana Kliniken Niederlausitz führt er bis zu einer dauerhaften Nachfolgelösung weiter in Personalunion.
Nach Angaben von Sana soll die neue Struktur die Eigenständigkeit der einzelnen Häuser nicht ersetzen, sondern deren Zusammenarbeit stärken – etwa durch abgestimmte Behandlungspfade und gemeinsame Qualitätsstandards, um Wege für Patienten zu verkürzen und Doppeluntersuchungen zu vermeiden.
Spitzenplätze in Klinikvergleichen
Das Herzzentrum belegt in der aktuellen Studie „Deutschlands beste Krankenhäuser“ des F.A.Z.-Instituts und des Analysehauses ServiceValue nach eigenen Angaben Platz eins in der Kategorie der Häuser mit 50 bis unter 150 Betten; auch Herzchirurgie und Kardiologie erreichten darin Spitzenplätze. Als einzige Herzchirurgie im Süden Brandenburgs ist das Haus ein wichtiger Baustein der regionalen Versorgung.
Seit der ersten Operation am offenen Herzen im Jahr 1995 wurden in Cottbus nach Klinikangaben mehr als 110.000 Patientinnen und Patienten behandelt, jährlich sind es rund 4.500 stationäre Fälle. Mit über 6.500 kathetergestützten Aortenklappenimplantationen zählt das Herzzentrum zu den erfahrensten TAVI-Zentren Europas.
Neue OP-Einheit geplant
Noch in diesem Jahr soll der Bau einer neuen multifunktionalen OP-Einheit beginnen. Sie soll zusätzliche Kapazitäten vor allem für die Behandlung komplexer Herzrhythmusstörungen und für interventionelle Eingriffe an den Herzklappen schaffen – etwa mittels MitraClip, TAVI und Behandlungen der Trikuspidalklappe. Damit will das Haus einen Bereich ausbauen, dessen Bedeutung mit der älter werdenden Bevölkerung wächst.
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
VollzeitBewerbung bis 25.10.Study Nurse (m/w/d) für die GastroenterologieMedizinische Universität Lausitz – Carl Thiem · CottbusZur Stelle →Alle 403 Stellen in Südbrandenburg →













