Binnenschiffe haben auf Brandenburgs Wasserstraßen im ersten Halbjahr 2026 rund 848.000 Tonnen Güter befördert, kaum mehr als ein Jahr zuvor. Deutlich zugelegt haben Metalle, weniger transportiert wurden Abfälle und Agrargüter. Das zeigen Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg.
Binnenschiffe mit mehr Metall und weniger Abfall
Insgesamt beförderten die Schiffe von Januar bis Juni 847.886 Tonnen, ein Plus von 0,1 Prozent. In Berlin ging die Menge im selben Zeitraum um 23,2 Prozent auf 515.610 Tonnen zurück.
Die größte Gütergruppe in Brandenburg bleiben Sekundärrohstoffe und Abfälle mit 313.092 Tonnen, das sind 16,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Metalle und Metallerzeugnisse legten um 109 Prozent auf 262.239 Tonnen zu. Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft gingen um 17,7 Prozent auf 169.315 Tonnen zurück, Steine und Erden um 57,1 Prozent auf 25.775 Tonnen. Bei Glas, Zement und Gips verzeichnet das Amt ein Plus von 39,4 Prozent auf 54.639 Tonnen.
Empfang aus dem Ausland fast verdoppelt
Aus dem Ausland kamen 187.000 Tonnen per Schiff nach Brandenburg, 80 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. Ins Ausland gingen 102.000 Tonnen, nach 93.000 Tonnen. Mit anderen Bundesländern sank der Austausch: Empfangen wurden 185.000 Tonnen, 15,4 Prozent weniger, versandt 326.000 Tonnen, 4,3 Prozent weniger. Der Verkehr innerhalb Brandenburgs halbierte sich fast auf 48.000 Tonnen.
Auf deutsche Schiffe entfielen 395.000 Tonnen, im Vorjahreszeitraum waren es 563.000 Tonnen. Allein im Juni beförderten Binnenschiffe 185.000 Tonnen, nach 147.000 Tonnen im Juni 2025. Im Juni zählte das Amt 142 beladene Schiffe mit eigenem Antrieb und 209 beladene Schiffe ohne eigenen Antrieb, darunter 51 und 68 unter polnischer Flagge.
Häfen Königs Wusterhausen und Eisenhüttenstadt
Für einzelne Häfen weist das Amt den Güterumschlag der Binnenschiffe aus. Im Hafen Königs Wusterhausen wurden im ersten Halbjahr 38.400 Tonnen umgeschlagen, davon 33.000 Tonnen im Versand. In Eisenhüttenstadt waren es 39.900 Tonnen, fast ausschließlich Versand, in Fürstenwalde 56.400 Tonnen. Größter Umschlagplatz im Land ist Brandenburg an der Havel mit dem Silokanal und 363.300 Tonnen, gefolgt von Hennigsdorf mit 161.300 Tonnen.
Newsletter
Die Lausitz am Abend – in zwei Minuten
Jeden Abend das Wichtigste aus der Region – und donnerstags die Veranstaltungstipps fürs Wochenende. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.
Red. / Presseinformation





















