Der Materialforscher Aleksandar Matkovic wechselt an die BTU Cottbus-Senftenberg und das Leibniz-Institut für Kristallzüchtung (IKZ) in Berlin. Seit dem 1. Oktober hat er eine gemeinsame Professur beider Einrichtungen inne und bringt einen ERC-Grant mit, teilten BTU und IKZ mit.
Aleksandar Matkovic kommt aus Leoben nach Cottbus
Am IKZ leitet Prof. Dr. Aleksandar Matkovic seit dem 1. Oktober 2026 die Abteilung „Nanostrukturen & Dünne Schichten“. Zugleich ist er an die BTU berufen worden, dort als Professor im Fachgebiet „Nanostrukturen, 2D-Systeme und Schichten“. Bislang arbeitete der Physiker an der Montanuniversität Leoben in Österreich, wo er zuletzt eine eigene Forschungsgruppe leitete.
Mit der gemeinsamen Professur wollen BTU und IKZ ihre langjährige Zusammenarbeit weiter ausbauen. Nach Angaben der BTU bringt Matkovic seinen ERC Starting Grant sowie Teile seines Teams mit. Diese Förderung des Europäischen Forschungsrats (ERC) richtet sich an Forschende in einer frühen Phase ihrer Karriere, die damit ein eigenes Projekt und eine eigene Arbeitsgruppe aufbauen. Für das IKZ sei das ein Gewinn für die internationale Vernetzung, heißt es in der Mitteilung.
Forschung an zweidimensionalen Materialien und Dünnschichten
Aleksandar Matkovic beschäftigt sich mit zweidimensionalen Materialien, Dünnschichten und hybriden van-der-Waals-Heterostrukturen. Das Gebiet liegt zwischen Materialwissenschaft, Festkörperphysik und Nanoelektronik. Zweidimensionale Materialien bestehen nur aus einer oder wenigen Atomlagen. Bei van-der-Waals-Heterostrukturen werden solche Lagen übereinandergestapelt, zusammengehalten von schwachen Anziehungskräften zwischen den Schichten.
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt laut BTU auf komplexen Materialstrukturen und der Frage, wie sie sich durch neuartige Herstellungs- und Selbstorganisationsprozesse gezielt aufbauen lassen. Als Vorbild dienen ihm biologische Systeme und die hochgeordneten Strukturen natürlicher Minerale. Künftig will er unter anderem künstlich erzeugte Heterostrukturen untersuchen, die durch Schichttransfer und verdrehte Epitaxie entstehen. Weitere Felder sind die Nanoelektronik, die Plasmonik und die neuromorphe Elektronik.
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BTU und IKZ wollen Zusammenarbeit in der Lausitz ausbauen
Für die BTU soll die gemeinsame Professur die Forschung zu modernen Materialien und Nanostrukturen weiter ausbauen und enger mit anwendungsorientierten Fragestellungen verknüpfen. „Ich freue mich sehr, dass wir mit dieser gemeinsamen Berufung unsere Kooperation mit dem IKZ weiter ausbauen. Mit Prof. Matkovic gewinnt die BTU einen exzellenten Wissenschaftler“, sagte BTU-Präsidentin Prof. Gesine Grande.
IKZ-Direktor Prof. Dr. Thomas Schröder wertet die Berufung als Kompetenzgewinn. „Seine Expertise ergänzt die bestehenden Kompetenzen am IKZ in besonderer Weise und eröffnet neue Perspektiven für die Entwicklung innovativer Heterostrukturen“, sagte Schröder.
Die Berufung ist nach Angaben der BTU Teil der Strukturwandelstrategie in der Lausitz. Beide Einrichtungen wollen ihre Zusammenarbeit weiter vertiefen, auch mit Blick auf das geplante Gebäude „Leibniz @ Lausitz“, bei dem das Leibniz-Institut IHP die Federführung hat. Das IHP gehört zu den Einrichtungen, die in den neuen Forschungscampus Cottbus im Lausitz Science Park einziehen sollen. Dort war am 1. Oktober der erste Spatenstich (wir berichteten). Die vollständige Mitteilung steht auf der Website der BTU.
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Red. / Presseinformation














