Senftenbergs Bürgermeister Andreas Pfeiffer hat beim bundesweiten Aktionstag „Schichtwechsel“ in den Integrationswerkstätten Niederlausitz gearbeitet. Statt am Schreibtisch im Rathaus saß er an der Werkbank und zerlegte alte Stromzähler. Das teilte die Stadt Senftenberg mit.
Was hinter dem Aktionstag Schichtwechsel steckt
Beim „Schichtwechsel“ tauschen Beschäftigte aus Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und Menschen aus Unternehmen oder der Verwaltung für einen Tag ihren Arbeitsplatz. Nach Angaben der Stadt ist es der bundesweit größte Aktionstag für mehr Inklusion. Ziel ist es, neue Perspektiven zu gewinnen, Barrieren abzubauen und das Miteinander im Arbeitsleben aktiv zu leben.
Der Aktionstag fand in diesem Jahr am Donnerstag, 24. September, statt. Dabei verzeichnete er einen neuen Rekord: Rund 400 Werkstätten und 5.000 Tauschpartner nahmen deutschlandweit teil.
Bürgermeister in den Integrationswerkstätten Niederlausitz
Pfeiffer tauschte für seine Schicht das Rathaus gegen einen Arbeitsplatz in den Integrationswerkstätten Niederlausitz in Senftenberg. Eingesetzt wurde er im Entsorgungsbetrieb der Werkstätten. Seine Aufgabe bestand darin, mechanische Stromzähler auseinanderzubauen.
Vor Ort erlebte der Bürgermeister, wie in der Werkstatt zur Erstbehandlung von Elektronikschrott gearbeitet wird. Zunächst werden die ausgedienten Zähler in Handarbeit geöffnet. Anschließend wird das Innenleben sortiert und in Kisten abgelegt.
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Senftenberger Werkstatt zerlegt bis zu 80.000 Zähler im Jahr
In diesem Bereich der Integrationswerkstätten Niederlausitz zerlegen 17 Mitarbeitende jedes Jahr rund 170 Tonnen alte Zählertechnik von Hand. Das entspricht bis zu 80.000 mechanischen und digitalen Stromzählern, die demontiert und anschließend recycelt werden.
Die Arbeitsabläufe sind dabei auf die individuellen Fähigkeiten der Beschäftigten abgestimmt. Sie reichen von einfachen Schritten bis zu komplexen Tätigkeiten.
Was der Bürgermeister nach der Schicht in Senftenberg sagt
Nach seiner Schicht äußerte Pfeiffer Respekt für die Arbeit der Werkstatt-Mitarbeiter. „Es war eine wertvolle Erfahrung, den Arbeitsplatz zu tauschen und hautnah zu erleben, mit wie viel Konzentration, Ausdauer und Sorgfalt hier gearbeitet wird“, sagte er. „Diese handwerkliche Leistung verdient unseren größten Respekt.“
Den „Schichtwechsel“ bezeichnete der Bürgermeister als „fantastische Initiative, um den Wert beruflicher Teilhabe sichtbar zu machen und das Miteinander in unserer Stadt weiter zu stärken“.
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Red. / Presseinformation













