Die Wirtschaftsleistung in Brandenburg ist im ersten Halbjahr 2026 preisbereinigt um 1,4 Prozent gewachsen und damit stärker als im Bundesschnitt. Zugleich sank die Zahl der Erwerbstätigen das sechste Quartal in Folge. Das geht aus Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hervor.
Wirtschaftsleistung wächst stärker als im Bund
Bundesweit stieg das Bruttoinlandsprodukt im ersten Halbjahr um 0,9 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung legte die Brandenburger Wirtschaft um 3,6 Prozent zu, bundesweit um 3,7 Prozent. Kräftige Impulse kamen nach Angaben des Amtes aus dem Produzierenden Gewerbe, das deutlich stärker wuchs als im Bund. Die Dienstleistungsbereiche legten ebenfalls zu, aber weniger als bundesweit.
Im Ländervergleich wuchs die Wirtschaftsleistung in Hessen mit 1,8 Prozent am stärksten. In Sachsen ging sie um 0,3 Prozent zurück, in Thüringen um 0,8 Prozent. Die Halbjahreswerte sind vorläufig, die Jahresergebnisse für 2026 folgen Ende März 2027. Wie sich die Wirtschaftsleistung 2024 in den Kreisen der Region entwickelt hat, haben wir hier ausgewertet.
3.400 Erwerbstätige weniger als vor einem Jahr
Im zweiten Quartal 2026 hatten 1.142.400 Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Brandenburg. Das waren 3.400 Menschen oder 0,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In Ostdeutschland ohne Berlin sank die Zahl um 0,8 Prozent, bundesweit um 0,5 Prozent.
Ein Plus von 3.800 Erwerbstätigen gab es bei den Dienstleistern, vor allem im Bereich öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit mit 5.400 mehr. Im Produzierenden Gewerbe arbeiteten dagegen 6.700 Menschen weniger, ein Minus von 2,7 Prozent. Am stärksten betroffen war das Verarbeitende Gewerbe mit 5.700 Erwerbstätigen weniger. Im Baugewerbe betrug der Rückgang 1,3 Prozent. Gegenüber dem ersten Quartal stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 9.200, was dem üblichen Anstieg im Frühjahr entspricht.
Einzelhandel und Gastgewerbe mit weniger Umsatz
Der Brandenburger Einzelhandel setzte im Juli preisbereinigt 3,7 Prozent weniger um als ein Jahr zuvor, ohne Preisbereinigung 0,4 Prozent weniger. Im Gastgewerbe sank der reale Umsatz um 9,3 Prozent, die Zahl der Beschäftigten ging um 0,9 Prozent zurück.
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Red. / Presseinformation

























