In Brandenburg haben sich 2025 etwas mehr Paare das Jawort gegeben als im Jahr davor. Die Zahl der Eheschließungen stieg um 0,3 Prozent auf 10.952, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. In Berlin sank sie auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung.
Eheschließungen in Brandenburg leicht im Plus
In Berlin wurden 2025 noch 11.235 Ehen geschlossen, 0,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Zusammen kommen beide Länder auf 22.187 Eheschließungen.
Unterschiede gibt es bei der Zusammensetzung der Paare. In Brandenburg war bei 7,3 Prozent der Ehen mindestens eine ausländische Person beteiligt, in Berlin bei 26,3 Prozent. Der Anteil gleichgeschlechtlicher und diverser Eheschließungen lag in Brandenburg bei 2,9 Prozent, in Berlin bei 6,4 Prozent.
In Brandenburg wurden 3.936 Ehen geschieden
Gerichtlich aufgelöst wurden 2025 in Brandenburg 3.936 Ehen, in Berlin 5.567. Mitgezählt sind auch Aufhebungen und aufgelöste eingetragene Lebenspartnerschaften. In Brandenburg ging der Antrag in gut 54 Prozent der Fälle von der Frau aus, das waren 2.127 Verfahren.
Mehr als die Hälfte der Scheidungen betraf Paare ohne minderjährige Kinder. Insgesamt waren in Brandenburg 2.940 Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Am häufigsten geschieden wurden Ehen, die zwischen 2014 und 2019 geschlossen worden waren. Die meisten Verfahren, 265, betrafen in Brandenburg Paare, die 2018 geheiratet hatten.
In Berlin beantragten Frauen knapp 53 Prozent der Scheidungen, das waren 2.887 Fälle. Dort waren 4.015 Kinder betroffen. Auch in der Hauptstadt wurden am häufigsten Ehen des Jahrgangs 2018 geschieden, nämlich 409, dicht gefolgt vom Jahrgang 2019 mit 405 Scheidungen.
Eheschließungen im Juni in Südbrandenburg
Für die Kreise liegen aktuelle Monatszahlen vor. Im Juni 2026 wurden in Brandenburg 1.929 Ehen geschlossen. In Dahme-Spreewald waren es 121, in Oberspreewald-Lausitz 94 und in Spree-Neiße 70. Elbe-Elster kam auf 65 Eheschließungen, Cottbus auf 31 und Frankfurt (Oder) auf 29.
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Red. / Presseinformation















