Der Kultursalon Cottbus lädt am Mittwoch, 14. Oktober, zu „Sinfonische Gewässer“ in die Kunsthalle Lausitz ein. Veronika und Prof. Wolfgang Glemser spielen vierhändig Rachmaninoffs „Die Toteninsel“ und Smetanas „Die Moldau“. Das teilte der Veranstalter mit.
Zweites Fokuskonzert beim Kultursalon Cottbus
Das Konzert beginnt um 18:30 Uhr und ist das zweite Fokuskonzert der Spielzeit. Neben den beiden großen Werken stehen Stücke von Liszt, Debussy und Grieg auf dem Programm. Die beiden in Cottbus tätigen Pianisten führen selbst in die Werke ein und erklären musikalische Motive und Hintergründe. Genau das ist die Idee der Fokuskonzerte: Sie verbinden Konzert und Gespräch.
Von der Toteninsel bis zur Moldau nach Prag
Rachmaninoff ließ sich für seine 1909 entstandene sinfonische Dichtung „Die Toteninsel“ von Arnold Böcklins gleichnamigem Gemälde inspirieren. Er kannte zunächst nur eine Schwarz-Weiß-Reproduktion: Ein Boot nähert sich einer schroffen, einsamen Felseninsel. Ein wiegender Fünfachteltakt lässt die Bewegung des Wassers und des Ruderns erahnen, dazu kommt das alte Motiv „Dies irae“, das in der Musik für Tod und Jüngstes Gericht steht.
Smetanas „Moldau“ erzählt vom Lauf des Flusses: Zwei Quellen vereinigen sich, der Fluss zieht an Landschaften und einer Bauernhochzeit vorbei, durch Stromschnellen bis nach Prag. Beim Kultursalon Cottbus erklingen beide Werke in Fassungen für ein Klavier und vier Hände. Weitere Informationen und Karten gibt es beim Kultursalon Cottbus.
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