Schauen Sie manchmal aus dem Fenster und sind ein wenig enttäuscht von Ihrem Garten? Vielleicht sehen Sie dort eine kahle Rasenfläche oder eine Ecke voller rostiger Spielsachen. Eigentlich wünschen Sie sich einen Ort, an dem Sie in Ruhe etwas trinken können, während Ihre Kinder draußen spielen und sich austoben.
Doch oft wird der Garten entweder zu einem langweiligen Sitzplatz für Erwachsene oder zu einem chaotischen Spielplatz aus Plastik.
Das muss nicht so sein. Mit ein wenig Planung lässt sich ein Garten gestalten, in dem sich alle Familienmitglieder wohlfühlen. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie Sie einen Außenbereich schaffen, den die ganze Familie gerne nutzt.
Mit einem durchdachten Plan beginnen
Laufen Sie nicht sofort los, um einen Grill und ein Trampolin zu kaufen. Sonst entsteht schnell ein unübersichtliches Durcheinander. Schauen Sie sich zunächst die vorhandene Fläche genau an. Messen Sie den Garten aus und beobachten Sie, wo mittags die Sonne steht und an welchen Stellen sich nach einem Regenguss Pfützen bilden.
Bevor Sie anfangen, sollten Sie sich außerdem einen Überblick über die Aufteilung des Gartens verschaffen. Mit einer kostenlosen Software zur Gartengestaltung wie GardenBox 3D können Sie einfach Ihr eigenes Design am Bildschirm zeichnen. Sie ist die perfekte App für Anfänger und Profis. So können Sie mit verschiedenen „Zonen“ in Ihrem Garten experimentieren und vorab testen, ob der Tisch neben den Spielbereich passt, oder sicherstellen, dass Bäume nicht die Sicht auf die Kinder versperren. Ein guter Plan spart Zeit und Geld und bewahrt Sie vor teuren Fehlern, die später nur schwer zu korrigieren wären.
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Was gehört zu einem familienfreundlichen Garten?
Jede Familie hat andere Bedürfnisse. Trotzdem gibt es einige Elemente, die in vielen familienfreundlichen Gärten sinnvoll sind. Auf diese Bereiche sollten Sie besonders achten:
Der aktive Bereich
Kinder müssen sich bewegen können. Sie brauchen Platz zum Ballspielen, Fangen oder für ein Klettergerüst. Dafür muss der Garten aber nicht seine Übersichtlichkeit verlieren. Wählen Sie einen Bereich, den Sie vom Haus aus gut sehen können. So haben Sie die Kinder im Blick, während Sie kochen oder arbeiten.
Der Ruhebereich
Auch Erwachsene brauchen einen gemütlichen Platz zum Sitzen. Bequeme Möbel mit weichen Polstern machen einen großen Unterschied. Wenn der Sitzplatz unbequem ist, bleiben Sie wahrscheinlich lieber auf dem Sofa. Wenn möglich, sollten Sie diesen Bereich im Schatten einrichten.
Der Essbereich
Draußen zu essen ist eines der absoluten Sommer-Highlights. Für einen Esstisch brauchen Sie eine ebene Fläche und auch der Grill sollte seinen festen Platz bekommen. Idealerweise liegt der Essbereich in der Nähe der Küchentür.
Stauraum (Die Geheimzutat)
Ein Garten bleibt nur dann familienfreundlich, wenn er auch ordentlich bleibt. Große Aufbewahrungsboxen oder ein Gartenhaus bieten Platz für Bälle, Schläger und Wasserpistolen, die abends wieder weggeräumt werden können. Gibt es keinen geeigneten Stauraum, bleiben die Spielsachen einfach auf dem Rasen liegen.
Die Vorteile verschiedener Gartenbereiche
Eine klare Aufteilung ist einer der wichtigsten Aspekte bei der Gartengestaltung. Wenn Sie den Garten in verschiedene Bereiche unterteilen, können Sie diese wie einzelne Räume eines Hauses betrachten. Wege verbinden die einzelnen Zonen miteinander. Dafür reichen oft schon ein einfacher Kiesweg oder flache Trittsteine.
Auch sogenannte „weiche Wände“ können dabei helfen, die Bereiche voneinander zu trennen. Eine Reihe hoher Gräser oder eine niedrige Hecke eignet sich dafür besonders gut. So haben die Kinder ihren eigenen Bereich, während Sie Ihren Rückzugsort genießen können. Gleichzeitig bleibt der Spielbereich gut sichtbar, ohne dass Sie das Gefühl haben, mitten in einer Spielzeugkiste zu sitzen.
Ein Garten für jedes Alter
Kinder werden schnell größer. Ein Sandkasten ist für ein dreijähriges Kind ideal, aber mit dreizehn ist er meist nicht mehr interessant. Deshalb lohnt es sich, auf Elemente zu setzen, die sich über viele Jahre hinweg nutzen lassen.
Eine möglichst ebene Rasenfläche ist beispielsweise besonders vielseitig. Zunächst kann ein Kleinkind dort krabbeln und spielen, später wird daraus vielleicht ein Fußballfeld.
Wenn Sie ein Spielhaus bauen, sollte es stabil und langlebig sein. Wenn die Kinder älter werden, kann es später als Gartenhaus oder gemütliche Leseecke genutzt werden.
Vergessen Sie auch die Jugendlichen nicht. Sie brauchen ihren eigenen Platz – und natürlich WLAN. Eine Hängematte oder ein paar moderne Outdoor-Sitzsäcke können schnell zum Lieblingsplatz werden. Wenn Jugendliche einen eigenen „coolen“ Rückzugsort haben, verbringen sie vielleicht sogar gerne Zeit mit der Familie im Garten.
Welche Elemente lohnen sich langfristig?
Bei der Planung eines Familiengartens lohnt es sich, zwischen kurzfristig interessanten und langfristig nutzbaren Elementen zu unterscheiden. Ein Sandkasten wird beispielsweise schnell zu klein, während eine freie Rasenfläche, ein stabiles Spielhaus oder eine gemütliche Sitzecke über viele Jahre genutzt werden können.
| Element | Für kleine Kinder | Für Jugendliche | Langfristig sinnvoll |
|---|---|---|---|
| Rasenfläche | ✓ | ✓ | ✓ |
| Spielhaus | ✓ | teilweise | ✓ |
| Sandkasten | ✓ | – | eher nicht |
| Sitzecke | teilweise | ✓ | ✓ |
| Hängematte | teilweise | ✓ | ✓ |
Praktischer Grundsatz: Je flexibler ein Bereich genutzt werden kann, desto länger bleibt er für die ganze Familie interessant.
Mit Feuer und Licht für Atmosphäre sorgen
Ihr Garten sollte nicht mit dem Sonnenuntergang unbenutzbar werden. Eine stimmungsvolle Beleuchtung ist meist günstig und einfach anzubringen. Lichterketten, die oft auch als „Edison-Lampen“ bezeichnet werden, können aus einer Terrasse im Handumdrehen einen gemütlichen Platz wie in einem Café machen. Solarlaternen entlang der Wege sorgen abends für zusätzliches Licht.
Auch eine Feuerstelle eignet sich hervorragend für gemeinsame Abende. Dafür brauchen Sie keine große Konstruktion aus Stein – eine einfache Metallschale kann völlig ausreichen. Kinder lieben es, Marshmallows über dem Feuer zu rösten, während Erwachsene zusammensitzen und sich unterhalten. Es ist fast wie ein Fernseher, nur dass dabei tatsächlich miteinander gesprochen wird.
Den Pflegeaufwand gering halten
Sie möchten Ihren Garten genießen und nicht jeden Samstag stundenlang darin arbeiten. Wenn die Gartenpflege jede Woche fünf Stunden oder mehr in Anspruch nimmt, verlieren Sie wahrscheinlich schnell die Freude daran.
Setzen Sie deshalb auf Pflanzen, die in Ihrer Region heimisch sind. Sie benötigen in der Regel weniger Wasser und Pflege. Verteilen Sie außerdem eine ausreichend dicke Mulchschicht auf den Beeten. Sie kann das Unkrautwachstum reduzieren und die Feuchtigkeit im Boden halten.
Wählen Sie Gartenmöbel, die den Regen problemlos aushalten. Metall, Teakholz oder hochwertiger Kunststoff sind dafür gut geeignet. Wenn Sie bei jeder Wolke am Himmel die Sitzpolster ins Haus bringen müssen, wird das schnell lästig.
Die fünf Sinne berücksichtigen
Damit sich alle gerne im Garten aufhalten, sollten Sie auch an die fünf Sinne denken:
- Hören: Ein kleiner Springbrunnen kann Verkehrs- oder Nachbarschaftslärm überdecken.
- Riechen: Pflanzen Sie Lavendel oder Jasmin in der Nähe des Sitzbereichs.
- Fühlen: Setzen Sie auf unterschiedliche Oberflächen und Strukturen. Weiches Gras, glatte Steine und samtige Pflanzen wie das Woll-Ziest laden Kinder dazu ein, den Garten zu erkunden.
- Sehen: Verwenden Sie Farben, die Ihnen gefallen. Der Garten muss nicht ausschließlich aus Grün und Braun bestehen.
- Schmecken: Pflanzen Sie Kräuter oder Kirschtomaten in Töpfe. Kinder essen oft besonders gerne Dinge, die sie selbst angebaut haben.
Das Budget im Blick behalten
Sie brauchen kein Vermögen, um einen familienfreundlichen Garten zu gestalten. Fangen Sie klein an. Vielleicht bauen Sie dieses Jahr nur die Terrasse und die Feuerstelle. Im nächsten Jahr kommt der Spielbereich dazu und im Jahr darauf pflanzen Sie Bäume.
Viele Materialien und Pflanzen lassen sich kostenlos oder günstig bekommen. Auf lokalen Webseiten werden beispielsweise häufig Steine oder alte Ziegel verschenkt. Auch zahlreiche Pflanzen können Sie aus Ablegern oder Samen selbst ziehen.
Der größte Kostenfaktor ist oft die Arbeitszeit. Wenn Sie möglichst viel selbst erledigen können, sparen Sie entsprechend Geld. Genau deshalb ist ein guter Plan so entscheidend – er bewahrt sich davor, Dinge zu kaufen, die Sie gar nicht brauchen.
Fazit
Einen Garten zu schaffen, in dem sich die ganze Familie gerne aufhält, ist eine lohnende Ergänzung für jedes Zuhause. Am besten halten Sie die Planung unkompliziert. Es muss nicht alles perfekt aussehen. Überlegen Sie stattdessen, wie sich die Menschen fühlen sollen, wenn sie den Garten nutzen. Wenn es einen gemütlichen Sitzplatz, genügend Raum zum Spielen und etwas Schatten gibt, wird die Familie den Garten ganz von selbst gerne nutzen.
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Foto: Enrique / Pexels









