Ärzteförderung, Berufsorientierung und die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege standen beim 15. Unternehmertreffen in Finsterwalde auf dem Programm. Vor allem aber ging es um den direkten Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung, wie die Stadt Finsterwalde mitteilte.
Wie Finsterwalde Fachärzte in die Stadt holen will
Das Unternehmertreffen in Finsterwalde fand am 22. September 2026 in der Kulturweberei statt. Zum Auftakt begrüßte der amtierende Bürgermeister Jörg Gampe die Unternehmerinnen und Unternehmer. Laut Stadt bot das Format erneut Raum für Themen, die für Stadt und Betriebe wichtig sind. Zugleich soll es den persönlichen Kontakt zwischen Wirtschaft und Stadtverwaltung pflegen.
Im ersten Fachbeitrag stellte Wirtschaftsförderer Torsten Drescher die Ärzteförderung vor. Grundlage ist eine städtische Richtlinie zur Ansiedlung von Ärztinnen und Ärzten. Sie soll die bedarfsgerechte medizinische Versorgung in der Sängerstadt unterstützen. Dafür kann die Stadt Fachärztinnen und Fachärzten finanzielle Anreize und weitere Hilfen anbieten.
Auch für die Betriebe ist das Thema nach Einschätzung der Stadt von Bedeutung. Eine verlässliche medizinische Versorgung sei ein wichtiger Standortfaktor. Außerdem trage sie dazu bei, Finsterwalde als Arbeits- und Wohnort attraktiv zu machen.
Oberschule in Finsterwalde berichtet von der Handwerkermesse
Anschließend ging es um die Handwerkermesse. Cornelia Warsönke, Schulleiterin der Oscar-Kjellberg-Oberschule, schilderte die Erfahrungen aus Sicht der Schule. Eine besondere Freude sei es, auf der Messe ehemalige Schülerinnen und Schüler wiederzusehen. Diese stehen inzwischen selbst im Berufsleben und vertreten nun Unternehmen. Für die heutigen Schüler werde so erlebbar, welche beruflichen Wege sich in der Region eröffnen können.
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Die Jugendlichen sind dabei keine Zuschauer. Sie bekommen einen Arbeitsauftrag und müssen selbstständig auf die Gewerke und Unternehmen zugehen. So entstehen direkte Gespräche, in denen sie sich mit Berufsbildern und Tätigkeitsfeldern befassen.
An den Ständen berichten häufig junge Beschäftigte sowie frisch ausgebildete Gesellinnen und Gesellen von ihrem Beruf. Wegen des geringeren Altersabstands finden sie laut Stadt oft einen guten Zugang zu den Jugendlichen. Zudem können sie aus eigener Erfahrung über Ausbildung und Berufsalltag erzählen.
Pflege und Beruf beim Unternehmertreffen in Finsterwalde
Den inhaltlichen Abschluss gestaltete Editha Kunzke-Mayer. Sie stellte das Projekt „care@work“ der Caritas vor. Träger des Modellprojekts ist der Caritasverband der Diözese Görlitz e. V., das Geld dafür kommt aus dem ESF Plus. Das Projekt soll Unternehmen helfen, Beschäftigte mit Pflegeverantwortung zu entlasten. Außerdem sollen Betriebe eine pflegesensible Unternehmenskultur entwickeln.
Kunzke-Mayer machte deutlich, dass das Projekt Unternehmen bei tragfähigen Lösungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unterstützt. Damit sollen die Betriebe auch langfristig ihre Fachkräfte sichern.
Nach den Vorträgen blieben viele Gäste noch zum Gespräch. Laut Stadt nutzten sie das Beisammensein intensiv, um Kontakte zu vertiefen und Erfahrungen auszutauschen. Damit bot auch das 15. Unternehmertreffen in Finsterwalde vor allem Raum für Vernetzung.
Finsterwalde wertet Ideen für den Klimaschutz aus
Bereits am 21. September hatte die Stadt zu einem Beteiligungsworkshop für ihr Klimaschutzkonzept eingeladen. Mehr als 20 Teilnehmende aus Zivilgesellschaft, Unternehmen und Bürgerschaft kamen. An Thementischen ging es um erneuerbare Energien, Klimaanpassung, Mobilität sowie Bauen und Sanieren. Die Stadt wertet die Vorschläge nun aus, damit sie in das Konzept einfließen. „Die Beteiligung der Menschen vor Ort ist ein wichtiger Baustein für ein Klimaschutzkonzept, das zu Finsterwalde passt und gemeinsam getragen werden kann“, sagte Klimaschutzmanager Torsten Wendrich.
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Red. / Presseinformation









