Die Teddy-Klinik im Gubener Naëmi-Wilke-Stift hat am Mittwoch ihre ersten Patienten behandelt. Kinder bringen ihre Kuscheltiere vorbei und durchlaufen mit ihnen Anmeldung, Untersuchung und Apotheke. Rund 400 Kinder werden in drei Tagen erwartet, am Freitag kommen Gruppen aus Polen.
Der Weg führt durch fünf Stationen im Haus
Der Ablauf in der Teddy-Klinik ist der einer echten Klinik, nur im Kleinen. Zuerst geht es zur Anmeldung, dann zur Untersuchung bei den Teddy-Ärzten. Wer schwerere Fälle mitbringt, wird geröntgt. Danach führt der Weg in die Apotheke, wo es Medizin für den Patienten gibt.
Zum Schluss dürfen sich die Kinder einen Rettungswagen von innen ansehen. Das Team dazu stellt das Deutsche Rote Kreuz mit Marina Pusch und Frank Gölitzer.
Die Ärzte sind angehende Studierende
Behandelt wird von einem Team aus angehenden Medizinstudierenden. Für sie ist die Teddy-Klinik auch eine Übung im Umgang mit Kindern – und darin, medizinische Abläufe so zu erklären, dass ein Fünfjähriger sie versteht.
Der Gedanke hinter der Aktion ist genau das: Kinder sollen die Angst vor Arzt und Krankenhaus verlieren, indem sie die Rolle wechseln. Nicht sie werden untersucht, sondern ihr Kuscheltier.
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Das Konzept der Teddy-Klinik stammt ursprünglich aus Skandinavien und wird seit Jahren von Medizinfakultäten und Krankenhäusern in ganz Deutschland übernommen. Wer einmal selbst den Stethoskop-Kopf auf den Bärenbauch gesetzt hat, weiß beim nächsten eigenen Arztbesuch, was passiert.
Am Freitag kommen die Kinder aus Polen
Am Donnerstag sind deutsche Kindergartenkinder an der Reihe, am Freitag folgen polnische Gruppen. Das Schild an der Anmeldung ist entsprechend zweisprachig beschriftet, deutsch und polnisch.
Für das Gubener Krankenhaus ist die grenzüberschreitende Arbeit Alltag: Die Stadt liegt direkt an der Neiße, das polnische Gubin beginnt auf der anderen Seite der Brücke.
Was vorher über die Aktion bekannt war
Angekündigt hatte das Krankenhaus die Aktion vergangene Woche. Eine Premiere ist die Teddy-Klinik in Guben nicht: Schon im Frühjahr 2025 kamen rund 500 Kinder zu einer solchen Sprechstunde. Was diesmal geplant war, wer mitmacht und warum die Klinik das macht, steht in unserem Bericht vom Sonntag.
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Red. / Presseinformation
















