Die Ortswehr Freienhufen fährt seit vergangener Woche ein Tanklöschfahrzeug TLF 3000. Die Stadt Großräschen hat das gebrauchte Fahrzeug der Berufsfeuerwehr Rostock für 70.001 Euro ersteigert. Übergeben wurde es am 17. September bei einem Festakt.
800 Liter mehr Wasser an der Einsatzstelle
Das Fahrzeug der Ortswehr Freienhufen stammt aus dem Baujahr 2015 und bringt 3.000 Liter Wasser mit, dazu 300 Liter Schaummittel. Gegenüber dem bisherigen Bestand sind das 800 Liter mehr – nach Angaben der Stadt der entscheidende Unterschied bei Gebäude- und Waldbränden.
„Wir haben, als sich die Chance auf ein gepflegtes und passendes Gebrauchtfahrzeug ergab, nicht lange überlegt“, erklärt Bürgermeister und Feuerwehrkamerad André Lehnick. Beteiligt habe man sich schnell an der Versteigerung, um den Ortsteil zu stärken.

Die Versteigerung wurde zur Zitterpartie
Wie knapp die Sache war, schildert Stadtwehrführer Andy Lehnigk: „Die Fahrzeugersteigerung war spannend wie ein Freitag-Nachmittags-Krimi.“ Zwei Fahrzeuge der Rostocker Berufsfeuerwehr hatte die Wehr vorab besichtigt, das Angebot auf dem Gebrauchtmarkt sei bei der angespannten Haushaltslage übersichtlich. Beim zweiten Fahrzeug klappte es – für 70.001 Euro.
Technisch bringt das TLF 3000 einiges mit: eine Staffelkabine für sechs Einsatzkräfte, Automatikgetriebe, eine leistungsstärkere Feuerlöschkreiselpumpe und einen Lichtmast mit LED-Beleuchtung. Auf dem Dach sitzt ein Wasserwerfer, der aus der Kabine heraus bedient werden kann.
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Die Ortswehr Freienhufen sichert auch die A 13
Die Zuständigkeit reicht weit über den Ort hinaus. Neben dem Erstangriff in Freienhufen und im dortigen Gewerbegebiet trägt die Wehr Verantwortung für einen Abschnitt der Autobahn 13 – von Großräschen bis zur Anschlussstelle Bronkow Richtung Berlin und bis Klettwitz Richtung Dresden.
In der Waldbrandsaison unterstützt die Ortswehr außerdem bei Wald- und Vegetationsbränden. Gerade dafür eignet sich das Fahrzeug mit seiner Wassermenge und der Geländegängigkeit. Größere Brandereignisse hat Freienhufen bereits erlebt.
Das Kennzeichen erinnert an das Gründungsjahr
Ein Detail hat sich die Wehr gegönnt: Auf dem Kennzeichen steht die Zahl 1921 – das Gründungsjahr der Ortswehr. Der Vorgänger, ein W50 von der Werksfeuerwehr Sonne, hatte zuvor jahrelang gedient.
Zum Festakt für die Ortswehr Freienhufen kamen Kameradinnen und Kameraden aus den Ortswehren der Stadt und der Nachbarorte sowie viele Gäste aus dem Ort. Einige brachten Geschenke mit; eine Freienhufener Privatperson spendete 5.000 Euro für die Feuerwehren der Stadt Großräschen. „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele“, bedankte sich Lehnick bei allen Beteiligten.
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Red. / Presseinformation





