Vom 23. bis 25. September öffnet die Teddy-Klinik im Gubener Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke: Rund 400 Vorschulkinder bringen ihre Plüschtiere zur Behandlung. An einem der drei Tage sind ausschließlich polnische Kinder zu Gast.
Die Anmeldung ist bereits geschlossen
Gleich vorweg, damit niemand vergeblich anruft: Die Plätze sind vergeben. Die Kindergartengruppen haben sich längst angemeldet, eine Anmeldung ist nach Angaben des Krankenhauses nicht mehr möglich.
Die Durchläufe beginnen am 23. und 24. September jeweils um 8.30 Uhr mit deutschen Gruppen. Der 25. September gehört dann komplett den polnischen Kindern.
Die Kinder kommen nicht nur aus Guben und Gubin, sondern auch aus Neuzelle, Groß Gastrose, Treppeln, Wellmitz, Steinsdorf, Grano und Groß Breesen.
Vom Empfang über das Röntgen bis zur Apotheke
In der Teddy-Klinik durchlaufen die Kinder mit ihren Kuscheltieren eine komplette Kliniksituation. Es beginnt bei der Teddy-Anmeldung, dann geht es zur Untersuchung. Ist eine Röntgenaufnahme nötig oder sogar eine kleine Operation, wird auch das gemacht.
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Nach der Diagnose folgt die Behandlung, die Teddy-Eltern werden beraten – auch zu gesunder Ernährung und Bewegung – und bekommen ein Rezept für die Teddy-Apotheke, wo es die passenden Medikamente gibt.
Zum Schluss wartet draußen ein echter Krankenwagen. Dort dürfen die Kinder einsteigen und alles aus der Nähe ansehen.
Warum das Spiel einen ernsten Kern hat
Hinter dem Spiel steckt eine Absicht. „Die Kinder werden in der Außenperspektive als begleitende Teddyeltern im realistischen Umfeld Krankenhaus vertraut mit den Lebensbereichen Ärzte, Krankenhaus und Krankenwagen“, erklärt Dr. med. Sabine Mogwitz, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
So sollten sie Ängste vor einem Arzt- oder Klinikbesuch verlieren. „Im eigenen Ernstfall erinnern sie sich dann etwas weniger gestresst im Sinne: Ich war mit meinem Teddy schon einmal in einem Krankenhaus und das war gar nicht so schlimm.“ Und bei manchem Kind wecke die Aktion vielleicht den Wunsch, später selbst im medizinischen Bereich zu arbeiten.
14 Schüler, fünf Pflegekräfte, ein Techniker
Getragen wird die Aktion zu einem großen Teil vom Ehrenamt. An den drei Tagen sind 14 Schülerinnen, Schüler und Studierende im Einsatz, dazu fünf Pflegekräfte, drei Mitarbeitende aus der Verwaltung und ein Techniker, der sich um die Röntgenanlage kümmert. Die meisten von ihnen helfen nach Angaben des Hauses außerhalb ihrer regulären Dienstzeiten – damit der normale Klinikbetrieb nicht darunter leidet.
Die jungen Helferinnen und Helfer kommen vom Pestalozzi-Gymnasium und von der Europaschule in Guben, vom Gymnasium Neuzelle und der dortigen Grundschule „Schule für Alle“, vom Allgemeinbildenden Lyzeum in Gubin, vom Gesundheitscampus Lausitz und aus dem Jugendforum Gesundheit. Zum festen Organisationsteam zählen seit dem ersten Jahr Stefanie Donath, leitende medizinische Fachangestellte im Ärztehaus am Krankenhaus, und Anna Wrobel, deutsch-polnische Gesundheitskoordinatorin im Internationalen Patientenbüro.
Mitgefördert wird das Ganze von der Euroregion Spree-Neiße-Bober im Rahmen des Projekts „Deutsch-polnischer Gesundheitstag in der Eurostadt Guben-Gubin“, dazu kommen regionale Sponsoren.
Die Idee brachte eine Ärztin aus Dresden mit
Zum ersten Mal gab es die Teddy-Klinik in Guben im Jahr 2023. Angestoßen hat sie Sabine Mogwitz, die damals auf der Station für multimodale Schmerztherapie des Hauses arbeitete. Sie hatte das Format am Uniklinikum Dresden kennengelernt und brachte es mit; bis heute ist sie der Aktion verbunden.
Seitdem ist die Reihe gewachsen. Im Frühjahr 2025 kamen sogar rund 500 Kinder zur Teddy-Klinik, auch damals aus beiden Ländern. Die binationale Ausrichtung ist inzwischen fester Bestandteil.
Das Krankenhaus in der Dr.-Ayrer-Straße gehört zum Unternehmensverbund des Evangelischen Diakonissenhauses Berlin Teltow Lehnin. Für die Kinder aus Guben und Gubin ist es an diesen drei Tagen vor allem eines: ein Ort, an dem man keine Angst haben muss.
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Red. / Presseinformation
Archivfoto: Diakoniekrankenhaus Naëmi Wilke Guben







