Schönefeld. Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit ist die neue Anschlussstelle „Waltersdorf-Nord“ an der A117 am Montag freigegeben worden. Bezahlt hat sie die Gemeinde Schönefeld allein: Bund und Land beteiligten sich nicht an den Kosten von rund 29 Millionen Euro.
28,598 Millionen Euro für den Bau
Nach dem Stand von Dezember 2025 lagen die Kosten bei rund 600.000 Euro für die Planung und 28,598 Millionen Euro für den Bau. Rund 15,2 Millionen Euro der Baukosten erstattet die DB InfraGO AG.
Den Rest trägt die Gemeinde. Weil Schönefeld die Anschlussstelle aus eigenem Verlangen errichten ließ, übernahm sie auch 100 Prozent der Kosten. Das erforderliche Planfeststellungsverfahren führte das Land Brandenburg, vertreten durch den Landesbetrieb Straßenwesen, im Auftrag und im Namen der Gemeinde durch. An Planung und Bau waren außerdem die Autobahn GmbH und die Deutsche Bahn beteiligt.
Die Idee für den Anschluss gibt es seit 2006. Angestoßen hat ihn die Gemeinde selbst, um die Gewerbestandorte östlich des Flughafens besser an das übergeordnete Straßennetz anzubinden und die angrenzenden Ortsteile vom Verkehr zu entlasten.
Zwei Brücken und ein Kilometer neue Straße
Gebaut wurden nicht nur die Auf- und Abfahrten zur A117. Entstanden sind außerdem rund 1.000 Meter Erschließungsstraße einschließlich Nebenanlagen, eine Kreisverkehrsanbindung an die L400 und zwei Brückenbauwerke.
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Mit der Freigabe ist auch die Verbindung vom neuen Anschluss zum Kreisverkehr an der Waltersdorfer Allee befahrbar. Sie führt durch den entstehenden Unternehmerpark über den Kiefernweg, Am Kiessee und die Bohnsdorfer Allee.
Was das für den Weg zum BER bedeutet
Über Waltersdorf-Nord und die geplante beziehungsweise im Bau befindliche Transversale entsteht eine zusätzliche Verbindung von der A117 zum Flughafen Berlin Brandenburg. Bei hohem Verkehrsaufkommen auf der A113 lässt sich der BER damit auf einer anderen Route erreichen.
„Diese Anschlussstelle ist eine Investition in die Zukunft“, sagte Bürgermeister Christian Hentschel bei der Eröffnung. Die Flughafenregion habe nur dann eine reelle Chance auf eine erfolgreiche Entwicklung, „wenn wir die Entwicklung dieser Region als gemeinsame Aufgabe verstehen. Und zwar auf allen Ebenen. Bund, Land, Landkreis und Kommunen.“
Infrastrukturminister Robert Crumbach, der den Anschluss gemeinsam mit Hentschel eröffnete, sagte, mit der Anschlussstelle Waltersdorf-Nord verbessere sich die Verkehrsanbindung im Umfeld des BER spürbar: Sie erschließe die Gewerbestandorte östlich des Flughafens besser, entlaste die angrenzenden Ortsteile und schaffe eine zusätzliche Route zum BER.

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Red. / Presseinformation
Foto: Gemeinde Schönefeld







