Wer im neuen Ceva-Logistikzentrum arbeitet, kommt seit dem 17. August mit dem Bus hin. Dreimal täglich fährt eine Sonderlinie zum Schichtwechsel – bezahlt vom Unternehmen selbst.

Erste Fahrt um 5:49 Uhr
Die Anbindung ist seit dem 17. August in Betrieb, exakt dem Tag, an dem Ceva Logistics den Betrieb in Frankfurt (Oder) aufnahm. Zum ersten Mal angefahren wurde der Standort um 5:49 Uhr zum Schichtwechsel. Das teilt die Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder) auf Anfrage unserer Redaktion mit.
Bedient wird der Standort dreimal täglich, jeweils zum Schichtwechsel – an allen Wochentagen und auch an Feiertagen.
Von der Kopernikusstraße nach Alcaro Ost
Die Linie verkehrt ab Kopernikusstraße über Gartenstadt weiter nach Alcaro Ost und zurück. Anschluss an den innerstädtischen Nahverkehr besteht an der Haltestelle Kopernikusstraße.
Es gilt der reguläre VBB-Tarif für die Tarifzone Frankfurt (Oder) AB. Eine gesonderte Regelung gibt es nicht – wer ein Monatsticket hat, fährt also ohne Aufpreis mit.
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Ceva zahlt die Linie
Die Verbindung wurde nach Angaben der Stadtverkehrsgesellschaft von Ceva Logistics beauftragt und wird auch von dem Unternehmen finanziert. Wie es damit weitergeht, ist offen: „Wie eine Weiterführung des Angebotes erfolgen wird, ist derzeit Gegenstand von Gesprächen mit allen Beteiligten.“
Damit steht die Frage im Raum, ob die Halte dauerhaft in den regulären Fahrplan übernommen werden – und wer sie dann bezahlt.
Noch keine Fahrgastzahlen
Wie gut das Angebot angenommen wird, lässt sich noch nicht sagen. Wegen der kurzen Betriebszeit seien dazu keine Angaben möglich, teilt die Stadtverkehrsgesellschaft mit.
Bemerkenswert ist die Antwort auf eine andere Frage: Obwohl das Logistikzentrum bis zum Jahresende die volle Auslastung erreichen soll und die Beschäftigtenzahl bis 19. Oktober auf 412 steigt, rechnet die Stadtverkehrsgesellschaft derzeit nicht mit Anpassungsbedarf am Fahrplan.
Warum das mehr ist als eine Buslinie
Für die Region ist der Vorgang aufschlussreich. Ein Logistikstandort auf der grünen Wiese an der A12 bringt Arbeitsplätze – aber eben auch Menschen, die im Schichtbetrieb um kurz vor sechs am Morgen dort sein müssen. Wer kein Auto hat, war bislang außen vor.
Dass ein Unternehmen die Buslinie zunächst selbst bezahlt, zeigt beides: wie wichtig die Anbindung für die Personalgewinnung ist – und dass der reguläre Nahverkehr solche Standorte nicht von allein erschließt.
Titelbild: © Alisa Hecker / Ceva Logistics
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Red. / Presseinformation







