Wettkampfstätte, Trainingsort, Treffpunkt: Die Niederlausitzhalle in Senftenberg hat Generationen geprägt. Jetzt wird ihre Geschichte zur Ausstellung – mit VR-Brille, 3D-gedruckten Bausteinen und Filmmaterial aus dem DDR-Archiv. Eröffnung ist am 17. August.
Größtes Zukunftsprojekt der Seestadt
Die Halle gehöre „zur DNA von Senftenberg“, heißt es aus dem Rathaus. Im Rahmen des Strukturwandels ist sie derzeit das größte Zukunftsprojekt der Stadt: In den kommenden Jahren soll dort eine moderne, barrierefreie und energieeffiziente Begegnungsstätte entstehen – für Wissenstransfer, Sport, Kultur und Freizeit.
Bevor umgebaut wird, blickt die Stadt zurück. Unter dem Titel #replayNLH lädt sie zu einer künstlerischen Spurensuche durch Sport, Architektur, Medien und persönliche Erinnerungen ein.
Halle betreten, ohne sie zu betreten
Die Ausstellung setzt dabei auf mehr als Fotos an der Wand. Historische Aufnahmen wurden aufbereitet, dazu kommen Filmaufnahmen großer Sportveranstaltungen aus dem Fundus des einstigen DDR-Archivs, Zeitungsartikel und Objekte.
Besonders zwei Elemente stechen heraus: Mit 3D-gedruckten Bausteinen lässt sich die Halle detailgetreu nachbauen. Und per VR-Brille können Besucher virtuelle Hallen- und Kellerrundgänge unternehmen – also Räume betreten, die sonst verschlossen sind.
Niederlausitzhalle in Senftenberg als Teil der Biennale
Die Schau ist Teil der Open Spaces der openart lausitz biennale 2026. Damit reiht sie sich in ein Format ein, das in diesem Sommer an mehreren Orten der Lausitz Kunst an ungewöhnliche Plätze bringt.
Zur Eröffnung kommen Dr. Klaus Freytag, Lausitzbeauftragter des Ministerpräsidenten, und Senftenbergs Bürgermeister Andreas Pfeiffer. Die Initiatoren Gernot Kühn und Tilo Böttcher geben Einblicke in die Entstehung des Projekts.
Termin und Ort
Eröffnet wird am Montag, 17. August 2026, um 15 Uhr am Markt 1 in Senftenberg, in der ehemaligen Sternenbäckerei. Die Ausstellung will Vergangenheit erlebbar machen und zugleich zur Diskussion über die Zukunft der Halle einladen.
Erinnerungen als Baustein der Planung
Dass eine Stadt vor dem Umbau erst einmal Erinnerungen sammelt, ist nicht selbstverständlich. Der Ansatz hat allerdings einen praktischen Kern: Wer weiß, wofür ein Gebäude über Jahrzehnte genutzt wurde, kann besser einschätzen, was künftig gebraucht wird.
Historische Fotografien, Zeitungsartikel und interaktive Medien verbinden in der Schau persönliche Erinnerungen mit neuen Perspektiven. Nach der Eröffnung besteht Gelegenheit für Gespräche mit den Beteiligten.
Foto: Stadt Senftenberg (Archiv)
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